Die Vertreibung der MoriSkce.
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entbehrten fernerhin des sorgsamen -Anbaues; häufig hatten sogardie Herren zn klagen, daß sich überhaupt niemand finden wollte,die Ländereien der Morisken in Besitz zu nehmen.')
Die Grausamkeit und zugleich Schändlichkeit der Moriskcn-austreibung mußte nach den Vorgängen in Valencia jedem Ein-sichtigen offenbar sein. Fremde spotteten bereits über SpaniensArmuth an Menschen und Geld; aus den Eortes und dem Staats-rathe erschollen fortwährend laute Klagen über das zunehmendeElend des Staates. ' Die Regierung, der sich doch die hand-greiflichen Beweise dafür überall aufdrängten, schien allein keinVerständniß für Spaniens Lage zu haben. Der König und Lermafuhren in ihrer verderblichen Operation fort, ehe noch deren ersterTheil völlig abgeschlossen war. Es ist wahr, daß sie hierbei einennur allzu großen Theil des Volkes aus ihrer Seite hatten. Diewilde Freude, welche die Masse der Spanier über die Vertreibungder verhaßten Rasse beseelte, fand in satyrischen Volksromanzeneinen unmittelbaren und unzweifelhaften Ausdruck. ^)
Nach den Morisken von Valencia kamen zunächst die vonAndalusien an die Reihe, die etwa um die Hälfte weniger zahlreichwaren. Sie hatten übrigens ihr Schicksal seit der Veröffentlichungdes Anstreibungsbefehls in Valencia vorausgesehen; und so hattensich 20,000 von ihnen — wahrscheinlich die vermögender» —schon freiwillig eingeschifft, ehe die Nöthigung für sie eintrat.
Sie waren die Glücklichern. Während Don Agustin Mexia
') Oetibsruoion äst Ooiissjo Outrimonial äs Vulsueis, sl äia 22 äsäic. 1609; Ostsee, äs äse. insä. XVIII. 21 tk. — vsliberueiou äst Oous.Outriiuouiul, ei äiu ll äs tebr. 1610; ibiä. 24: Oer euaut 1o Lutte äs Nrvitu äs XAllttent tru reprsssntut, no trab» gut prsuxu Iss terrus äslsmorisoos sie.
2) Le eöiuo por gus ei rs^ äsn Ostipe III. exxetiö u los Äloriseosäs Lspuüu (Sevilla 1610); wieder abgedruckt bei Lueun, Roiuuneero xsuerut,nuevu sä., II. (Madrid 1849) nr. 1198; siehe Beilage.
-') SIeäu, 1041.