Band 
Zweiter Theil.
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Viertes Kapitel.

Bergwerke voll ausbezahlt werden; außerdem sollte ein Dreißigsteldes Nettoergebnisses auf geistliche und zeitliche Hülfeleistung fürkranke Arbeiter verwendet werden — eine Bestimmung, die bisseht einzig in der Gesetzgebung aller Länder dasteht.')

Praktische Folgen hatte sonst dieser Erlaß nur in geringemMaße. Die Gold- und Silberminen mußten fast gänzlich auf-gegeben werden. Trotzdem blieb die durch Heinrich veranlaßteBewegung in der Montan-Jndustrie nicht ohne gute Einwirkung.Die Blei- und Zinnminen des Gevaudan, die Eisenminen derAuvergne und des Nivernais, die Zinn- und selbst Silberminender Normandie blieben in steter Ausbeutung. Hütten- und Eisen-werke befanden sich besonders in Burgund. Marmor und Jaspiswurde an einigen Orten des Langned'oc gebrochen, Kreide gleich-falls im Langned'oc und in der Provence, Kalk wurde in vorzüg-licher Qualität und Menge in der Dauphine gefunden, die bestenBausteine bei Revers, Steinkohlen bei St. Etienne. H Leben undBewegung, wie in allen industriellen und kommerziellen Zweigen,herrschte unter Heinrich's Regierung auch im Bergwcrkswefen.Heilquellen wurden vorzüglich benutzt zu Bichy und Chaudes-Aigues in der Auvergne, Moulins und Bourbon im Bourbonnaiö,Pougues im Nivernais, Bagneres de Bigorres in Gascogne, Airin der Provence, Bourbon-Lanoy in Burgund?)

Ein ungeheures Feld der Thätigkeit eröffnete sich dem Königein Bezug auf die Industrie. War diese doch hauptsächlich dazuberufen und befähigt, sozialen Zuständen ein Ende zu machen,wie sie schlimmer nicht gedacht werden können. Unter den ärmernVolksklassen in Folge der Bürgerkriege Liederlichkeit, Arbeitsscheu,entsetzliches Elend: Bettleraufzüge durch die Straßen, Lebensmittelund Kleidung theuer. Vom l. Januar bis zum lO. Februar 1596

Isairwert, XV. 290.

U8. UeiiiLrciue8 8ur I'ostst äs In. kiLneo. — I's>Iivg,-(Ä) 0 t, 61>r.8spt. 208. — Du Oliesne XMiijuiter, 466 t'. 656.

I)u Oliesne, pass.