Band 
Dritter Theil.
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Venedig und (Hraubimden.

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zudringliche Aufforderung Castro's, mit ihm im Vereine zu arbeiten,nicht minder als bisher de Fresnes zurück. Den Veuctianerngegenüber trat er zunächst, aber unter nachdrücklicher Betheuerungfreundschaftlicher und günstiger Gesinnung, mit weitgehendenForderungen auf, um die Absichten des Senates zu erforschen; daer jedoch denselben fest auf seinen bisherigen Meinungen bestehendfand, so milderte er feine Ansprüche fortwährend. Es handeltesich hauptsächlich um drei Punkte: erstens daß die Republik einenGesandten nach Rom schicke, um die Aufhebung der kirchlichenCensuren zu erbitten: zweitens daß alle verbannten Geistlichen,auch die Jesuiten, zurückgeführt würden; und drittens um dieSuspension der streitigen Gesetze während der weitem Ver-handlungen in Rom. Paul V. stimmte in seiner Friedensliebeselbst nach Verlauf von wenigen Tagen zu, daß der venetianischeGesandte sich erst nach Aufhebung der Censuren in Rom einfinde,um für dieselbe zu danken, und daß inzwischen die Aufhebungauf Bitten des französischen Königs durch Vermittelung von dessenBotschafter in Rom zu geschehen habe. Andererseits zeigte derSenat sich bald geneigt, die verbannten Geistlichen wieder auf-zunehmen, mit Ausnahme der Jesuiten, die noch wegen anderweiterGründe vertrieben seien. Endlich, nach vielen Bemühungen,gelang es auch, einen Ausweg in demjenigen Punkte zu finden,der bis jetzt den Franzosen wie den Spaniern konsequent ab-geschlagen worden war: nämlich in Betreff der streitigen Gesetze.

Nun waren alle Hanptschwierigkeiten beseitigt, nnd am 9.März beschloß der Senat, dem Kardinal folgenden Friedcns-vorschlag zu machen: Wenn die Könige von Frankreich undSpanien den Papst um Aufhebung der Censuren bäten, so willigedie Republik ein, daß auch in ihrem Namen diese Bitte gestelltwerde; die beiden Gefangenen sollten Sr. Allcrchristlichsten Majestätzu Gefallen dem französischen Gesandten übergeben werden, der sieim Namen des Papstes zu empfangen hätte, indeß ohne jedesPräjudiz für die Zukunft; nach Aufhebung der Censuren würde