Band 
Dritter Theil.
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er sich mehr auf einen Pfaffen verlassen, und all' die großen Aus-gaben seien nun umsonst geschehen! Es bedurfte einer zweiten aus-drücklichen Ordre oom Hofe, die mit einer eigenhändigen Nachschriftdes Königs versehen war, um ihn zum Gehorsam und zu der vor-geschriebenen Entwaffnung zu zwingen. Man berechnete in der That,daß die nutzlosen Rüstungen dem spanischen Schatze 800,000 Du-katen gekostet hatten, abgesehen von den beträchtlichen tasten, diesie dem mailändiichen Herzogthnme auferlegten.') Und dafür hatteSpanien wahrlich keine rühm- oder auch nur ehrenvolle Rolle indieser Angelegenheit gespielt!

Als der eigentliche Sieger ward Heinrich IV. betrachtet. Inruhiger, besonnener und höchst angemessener Weise hatte er denFrieden der Christenheit gewahrt, und durch das Scheitern derspanischen Bemühungen ward das Gelingen seiner Vermittelungnur um so auffallender gemacht. Sein Ansehen in Europa warnicht wenig durch diesen Erfolg erhöht, den er in der That seinemeigenen sichern Urtheil, der Gewandtheit und Geistesgegenwart seinerDiplomaten und dein Eindrucke, welchen seine gerade rechtzeitigangeordneten Rüstungen gemacht hatten, zuschreiben durfte. Erwar selbst höchlichst befriedigt und wurde von öffentlichen Frendcn-bezeugungen nur recht widerwillig durch die Betrachtung zurückge-halten, daß die betheiligten Parteien selbst dergleichen vermiedenhatten. -) Seine Dankbarkeit gegen den glücklichen Vermittler —Ioyense —- war sehr lebhaft, und er sprach sie in häufigen Briefenan denselben mit einem Nachdruck und einer Liebenswürdigkeit aus,die dem Kardinal allerdings zu Herzen gehen mußten. Heinrich IV.verstand es trefflich, seine Schulden in schönen Worten abzutragen!Und nicht minder verstand es Ioyense, sich mit fremden Verdiensten

y INT. LonNe cle La^tro par.a ei IV1nr^ue5 60 21. April (Wien.)

— Fresnes an Bcrnn, 18. Mai, >>. 596. — Nelar. <Ii I->. l'rinli 425 ll. —8arpi 307 ff.

2) lielar. äi I>. I'riuli 282.