Band 
Dritter Theil.
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Erstes Kapitel.

zu schmücken; denn während im Grunde lediglich der Kardinal duPerron bei dem Papste, de Fresncs bei den Venetianern denVergleich zu Stande gebracht hatten, ließ doch Joyeuse, olmc zuzaudern oder zu erröthcn, sich ausschließlich als Helden dieser Vor-gänge feiern.

Und dennoch hat diese Angelegenheit in Wahrheit nur sehrzweifelhaften Nutzen für den französischen Monarchen gehabt! Aller-dings, sie hatte augenblicklich Frankreichs Ansehen und Einflußaus Kosten seines spanischen Nebenbuhlers gestärkt, und das warimmerhin nicht wenig; sie hatte zum ersten Male Spanien demneugceinten Frankreich unterliegen lassen, das so feinen ersten Siegunblutig erstritt. Aber es war doch für die Zukunft schlimm, daßkeine der bethciligten Parteien mit der Rolle, die Heinrich dabeigespielt hatte, zufrieden war. Die eifrigen Katholiken sahen inseinem Benehmen den Beweis, daß seine angebliche Kirchlichkeitund Ergebenheit für den Papst eine falsche Maske sei; die Pro-testanten zürnten ihm dagegen, daß er dem Papste durch denFrieden mit Venedig den Dorn aus der Seite gezogen und ihrerPropaganda in Venedig die beste Wirksamkeit genommen hatte.Die Vcnetianer waren auf die Bundestreue des französischen Mon-archen, der ihnen jede direkte Unterstützung versagt, recht übel zusprechen und stellten sich ihm seitdem sehr lau gegenüber. Ammißvergnügtesten aber war, nicht ganz mit Unrecht, Paul V.

Der schlaue Beniner versuchte seine angeblichen Verdiensteum den Papst und die Kirche dem ersteren gegenüber in schnellwiederholten Schreiben (Ansang Mai) mit volltönenden Wortengeltend zu machen; er wollte ihm die Dankbarkeit, die der heiligeStuhl Frankreich schulde, recht klar erweisen, um nachher desto un-befangener seine Bündnisse mit den protestantischen Mächten be-treiben zu können. Gerade zu diesem Zwecke glaubte der Königseinen Erfolg ausnützen zu müssen. Aber das schlug ihm dochvöllig fehl. Paul brachte sich die ganze, vorhin angedeutete Trag-weite der wider ihn gefallenen ungünstigen Entscheidung natürlich