Band 
Dritter Theil.
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nicht zum klaren Bewußtsein; aber er fühlte sie doch zu sehr, umsich einer wahrhaften und zumal dauernden Freude über denFriedensschluß hinzugeben. Die Streitigkeiten der mannigfachstenArt, in die er schert wieder mit den hartnäckigen Vcnetianern ge-rietst, und die nur durch die äußerste Anstrengung der französischenKardinäle und Diplomaten beigelegt werden kennten, waren nurzu sehr geeignet, ihn das wenig Ehreneelle des Ausgleiches empfin-den zu lassen. Seine anfängliche Dankbarkeit gegen Heinrich eenFrankreich kühlte sich demgemäß binnen Kurzem ab und machtevielmehr lebhaftem Mißvergnügen gegen die französische Ein-mischung Platz, das aber zum Glück mit einer durch den ErfolgFrankreich's erhöhten Achtung vor dessen Beacht verknüpft war.Zunächst vermochte der französische Einfluß nichts mehr am päpst-lichen Hofe. Als Heinrich mit allen Mitteln anstrebte, daß derihm durchaus ergebene Erzbischof von Urbino zum Nuntius inFrankreich ernannt werde: mußte er erleben, daß alle seine Be-mühungen bei dem Papste in dieser Hinsicht vergeblich blieben,weil die Spanier sich ihnen widersetzten. Vielmehr gelang es denletztem, den Erzbischof, der ihnen auch am römischen Hofe un-bequem war, auf die unbedeutende und verdrießliche Nnntiatur inVenedig zu verbannen!

So trug der Sieg Frankreich's in den venetianisch-päpstlichenProvinzen nicht die Früchte, die Heinrich von ihm erhofft hatte.Immerhin mußte ihn der Erfolg, den er mit so leichten Mittelnüber Spanien hatte davon tragen können, zum Fortschreiten aufdem hiermit eingeschlagenen Wege, zum weitem Verfolgen derhiermit eingeweihten aktivem und aggressivem Politik ermnthigcn.

Hierzu mochte ihn auch eine zweite Niederlage veranlassen,die Spanien wenig später in jenen selben Gegenden erlitt.

Während noch die venetianischen Handel die Möglichkeit eineskriegerischen Zusammentreffens zwischen Svanicn und Frankreichnahe legten: kämpften deren Interessen auch auf einem kleinernSchauplätze mit einander, nämlich in Graubündeu. Allerdings