Der niederländische Waffenstillstand.
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einmal ein Schutz- und Trutzbündniß und zwar für den kriegerischenwie für den friedlichen Ausgang der niederländischen Verhandlungenvor — allein da die Franzosen jetzt der Holländer auf alle Fällesicher waren, wollten sie nicht so offen mit den Spaniern brechen,sondern nur den Vereinigten Staaten Muth einflößen und ihnenden bevorstehenden Frieden annehmbar und sicher machen. Jeanninnahm also das Bündnis; nur für den Fall eines friedlichen Aus-ganges der jetzt schwebenden Verhandlungen an — denn nach einemsolchen müsse man vor allem streben — verhieß ihnen aber dabeifür die Eventualität eines abermaligen Ausbrnches des Kriegesnichts desto weniger ausgiebige Hülfe von Seiten Frankreich's.
Endlich entschlossen sich die französischen Bevollmächtigten imHaag und die Gcneralstaaten, ihr Bündnis; ohne die Engländerzu vollenden, die noch immer an einem Tage ihre Bereitwilligkeitzu einem solchen zu erklären pflegten, um am nächsten neueSchwierigkeiten zu erheben. Am 17. Januar 1608 beschlossen dieStaaten in geheimer Sitzung, zu dem Bündnisse zu schreiten,welches dann sieben Deputirte mit Jeannin und Nussy verhandelten.Am 25. Januar wurde es unterzeichnet, aber aus formellenGründen von; 23. datirt. Die Staaten erhielten dabei eine gering-fügige Vergrößerung der im Kriegsfalle zu gewährenden fran-zösischen Hülfe. Uebrigens wurde im Eingänge auch der Königvon England als Verbündeter erwähnt,, weil man theils noch aufdessen nachträglichen Beitritt hoffte, theils die Trennung von Eng-land nicht öffentlich eingestehcn wollte. Das Hauptverdienst amZustandekommen dieser Allianz hatte, wie Jeannin gern cingestand,Barnevelt. Heinrich versprach darin, die Generalstaaten im Noth-falle mit 10,000 Mann auf seine Kosten zu unterstützen und, sodessen Bedürfniß wäre, noch mit mehreren auf Kosten der Staaten;die Holländer den König mit 5000 Mann oder, wenn er es vor-ziehe, mit einer entsprechenden Anzahl Kriegsschiffe. Dieses Bünd-niß sollte für Lebzeiten des Königs und seines Nachfolgers gelten,aber nur wenn zuvor der Friede mit Spanien zu Stande gekommen