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wäre. Schließlich wurden den Unterthanen jedes der kontrahirendenTheile in den Ländern der andern dieselben Handclsvorrechtcausgemacht, wie die Einheimischen sie genossen. — Die Nachrichtvon diesem Bündnis; erfüllte ganz Hotland mit Jubel, und alleStädte würden öffentliche Frendenbezengnngen deswegen ange-stellt haben, wenn nicht Ieannin — um den Spaniern nichtnoch mehr Grund zur Eifersucht und Unzufriedenheit zu geben —ihnen durch die Bemerkung Einhalt gethan hatte: zu solchen Festensei noch Zeit, nachdem der Friede hergestellt sein werde').
Wirklich gewährte dieser Vertrag den Holländern eine beträcht-liche moralische Unterstützung. Sie waren auf alle Fälle, trotz derbuchstäblichen Einschränkung, des französischen Wohlwollens undBeistandes sicher. Sie konnten jetzt mit größerer Ruhe, Zuversichtund Festigkeit den Spaniern gegenüber treten, und waren nach demetwaigen Abschluß des Friedens mit Spanien vor dessen Intriguenund Nachstellungen gesichert. Das war schon an sich ein großerVortheil für Heinrich IV., dem ja so viel daran liegen mußte, dieSelbständigkeit und Macht der Holländer unversehrt zu erhalten.Und ferner war auch ihm gegen jeden fremden Angriff die nicht zuverachtende Beihülfe der Holländer — besonders ihrer Kriegsflotte —verheißen,, da er selbst der Marine fast gänzlich entbehrte.
Während Frankreich sich so für die Zukunft des hollän-dischen Bündnisses versicherte, träumte man in Madrid nach demaußerordentlichen Opfer, welches der König mit seiner zweitenRatifikation, mit der förmlichen Anerkennung der Souveränität derVereinigten Provinzen gebracht habe, von nichts als Frieden, von
>) Ileventer, OeäenKsNUKen, III. 16 > ff. ^ Heinrich IV. an Ieannin undRuffy, Villeroy an Zcannin, 8. Dez., Ieannin und Rufs« an den König,21. Dez., König an Ieannin und Russy, 22. Dez., Ieannin und Russy anden König, 25. Dez., Ieannin an Villeroy, 25. Dez., König an Ieannin undRussy, 29. Dez., Villeroy an Ieannin, 29. Dez. 1607; Vertrag n. 28. Jan.,Ieannin und Russy an den König und Ieannin an Villeroy, 28. Jan. 1608.
'Uetiwt II, XIII. p. 30 H. 53. 85. 92 I. 104. 115. I >8. >21. >30. 135. 148 ff.157 ff. 175 ll.