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Zweites Kapitel.
er mit freundlichsten Werten und eröffnete demselben mit einerVertraulichkeit, deren Berechnung freilich unschwer zu erkennenwar: Jakob I. verwerfe den Frieden als für Großbritannien undFrankreich gleich schädlich; aber er — Heinrich - - billige dessen Gründekeineswegs, sondern sei durchaus dein Frieden geneigt. Und ebensogünstig äußerte er sich über den Gegenstand, den Philipp III. be-reits als unumgängliche Bedingung für jeden Vertrag bezeichnethatte, und um welchen sich zunächst die haager Verhandlungendrehen mußten; nämlich die Bewilligung der freien Neligionsübnngfür die Katholiken der Vereinigten Provinzen. Diese Angelegen-heit mußte zweifellos sehr große Schwierigkeiten hervorrufen; denndie Holländer wollten sie durchaus nicht in den Friedensvertragausgenommen haben, einmal weil eine solche Einmischung in dieinnern Verhältnisse ihres Staates gewissermaßen eine Beschränkungvon dessen Souveränität ausgemacht haben würde, andrerseits weilsie fürchteten, daß die katholischen Welt- und besonders Ordensgeist-lichen ebenso viele Spione und Agenten Spanien's und Beförderervon Aufständen sein würden. Heinrich hob jetzt gegen Peeguiusdie vielfachen Bedenken dieser Frage hervor; „aber", setzte er mitSalbung hinzu, „in Anbetracht nicht allein des besonderen Inter-esses, das ich an dieser Sache für die Erhaltung und Sicherungder Ruhe meines Königreiches habe, sondern noch mehr der großenSegnungen, die ich von der Hand Gottes seit meiner Bekehrungzum katholischen Glauben erhalten, und die mich verpflichten, mitallen Mitteln zur Ausrottung der Ketzerei beizutragen — ausdiesen Gründen werde ich nichts unterlassen, was nach gemeinsamerBerathung als nützlich dazu betrachtet werden wird. Seine Hoheitder Erzherzog kann sich dessen versichert halten." Selbstverständ-lich dankte Pecguius mit großer Rührung für diese erbaulichenWorte und versicherte seinerseits, daß Sc. Hoheit entschlossen sei,den Vereinigten Provinzen alle in dem vorläufigen Vertrage ge-machten Versprechungen treulich zu halten, wenn der Friede end-gültig zu Stande käme. — Auch Villeroy betheuerte, daß der