Band 
Dritter Theil.
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König seinem Gesandten iin Haag vor allein befohlen bade, fürdie Religionsfreiheit in den Vereinigten Provinzen Sorge zu tragen')— während gerade im Gegentheil Heinrich lV. und Billeroy selbstJeannin fortwährend einschärften, sich mit dieser lästigen Fragedurchaus nicht zu befassen!

Ebenso wenig stimmte es zu jenen Auslassungen des fran-zösischen Herrschers, das; derselbe gerade jetzt, in der zweiten Wochedes neuen Jahres, den Holländern wieder 45,0,00t) Livres zusandte.Freilich hatte man auch hierfür schöne Worte in Bereitschaft, jader Staatssekretär Pnysienx bewies dem Pecguins haarscharf, das;der Erzherzog dem Könige für dies Opfer dankbar sein müsse, dennjetzt komme eS vor allem auf die Herstellung eines guten Friedensan, und dazu sei cS nothwendig, daß die Generalstaatcn aufrichtigesund vollkommenes Vertrauen in Se. Majestät setzten!'st Daßman sich in Brüssel durch solche Gründe täuschen lassen werde,hieß doch der belgischen Leichtgläubigkeit viel zumuthen! Nichtmindern Verdacht erregte es, wenn die Franzosen den Erzherzogernstlich ersuchten, ebenso wie über die Heirathsangelegenheit auchüber das Versprechen Heinrich'S, in der Frage der Religionsfreiheitibn unterstützen zu wollen, tiefstes und allseitiges Geheimniß zubewahren. Vor allem aber mußte endlich der Abschluß de.s franzö-sisch-holländischen Bündnißvcrtrages vom 23. Januar die Belgierveranlassen, der französischen Vermittlung durchaus zu mißtrauen.

Da die Thatsachen so laut gegen die Worte des französischenMonarchen sprachen, beharrte Albert bei der Ueberzeugung, das;Heinrich IV. ihn täuschen wolle, daß derselbe nach wie vor imholländischen Interesse gegen das spanisch-belgische arbeite. Sowollte er ihn denn mit gleicher Münze bezahlen. Freilich das „Ge-heimnis; des Traktates" vor den Franzosen zu bewahren, ging beideren innigem Einverständnisse mit den Holländern nicht mehr gut

') >18. Dep. Pccquiue' v. 9. 12. Jan. 1608; Brnssel.-> >18. Dep. Peeqniuo' v >6. Ja».