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an. Sonst aber wies der Erzherzog seine Bevollmächtigten zn demHanger Friedenskongresse — Spinola, Richardot u. s. w. — an,mit den Gesandten Frankreichs, England's nnd Dänemark's öffent-lich die besten Beziehungen zn unterhalten, sie aber „mit dergrößten Höflichkeit von jeder Theilnahme an den eigentlichen Ver-handlungen auszuschließen." Nur sollten sie nach holländischemVorgänge, um nicht mißtrauisch zu erscheinen, diesen Depntirtendie gewonnenen Ergebnisse mittheilen, besonders dem PräsidentenJeannin ein großes Vertrauen vorspiegeln und ihn zugleich er-mähnen, für den Frieden recht thätig zu sein. In ähnlicher Weisewurde Pecguins instrnirt.')
Am Z l. Januar 1608 langten die belgischen Bevollmächtigten,feierlich eingeholt, im Haag an. Sie waren angewiesen, den Punktder Freiheit und Oeffentlichkeit des katholischen Gottesdienstes inden Vereinigten Provinzen als den wichtigsten zn betrachten, welcherin dem Friedenstraktate den ersten Paragraphen auszumachen habe.Da König Philipp so schnell auf die Souveränität verzichtet, somüßten die Holländer sich gefügig zeigen einer Forderung gegen-über, die ihnen im Grunde nützlich sei, indem sie ihre katholischenUnterthanen ihnen verpflichte. Jeannin sei vorzustellen, daß auchsein König in dieser Angelegenheit interessirt sei. Sollten dieHolländer aber die Religionsfreiheit beschränken wollen, so müsseman vor dein Abschlüsse erst die Entscheidung des katholischenKönigs einholen. Was die Handelsangelegenheiten betreffe, so solleden Holländern der Verkehr mit Spanien unter der Bedingunggestattet sein, daß sie auf den Verkehr mit beiden Indien, d. h. mitsämmtlichen spanischen Kolonien verzichteten nnd versprächen, dieZuwiderhandelnden zu bestrafen. Dann werde man gegenseitigalle besondern Handelsabgaben aufheben. Als beste Grenze zwischen
K18. InLlructions de I'/Vrcluduc Liberi. el de 1'lnlanle lsabel pvnrle marc^iis de Lpmola, le Präsiden!. Klebardol. elc., Brn^el, 16 ^an.; Kopie,
Paris, Nat.-Arch. X. 1461. — ^18. Justr. an PecquiuS, 20. ^an.; Wien.