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den nördlichen und südlichen Niederlanden wurde bezeichnet diejenigeder Scheldemnndungen, der Wal und des Rheines. In der That,sie würde den Spaniern ganz Staatsflandcrn und Nvrdbrabantmit Sluhs, Bergen-op-Zoom, Gertruydenbnrg, Breda, Herzogenbnschund Nymegen zurückgegeben haben, während sich sür diese wichtigenErwerbungen der Erzherzog großmüthig znr Rückgabe einiger Rhein-befestignngen und der kleinen Orte Lingen und Odenzaal inOoerysscl sowie Groenlo in Zntphen bereit erklärte und außerdemzu dem Versprechen, in die oben erwähnten Städte keine Besatzungzu legen. Ebenso wolle der Erzherzog Nheinberg dem Kurfürstenvon Köln zurückerstatten und sich damit jedes Rheinübergangesberauben. Die holländischen und belgischen Münzen sollten gleich-mäßig in jedem Theile der Niederlande KnrS haben. Doch wolltesich Albert mit diesem Münzvercine keineswegs begnügen; vielmehrgab er seinem Bevollmächtigten den allerdings schwer auszuführendenAuftrag, mit Hülfe einiger befreundeten Ncichsfürsten für ihn dasSchutzrecht über Holland zu erwerben. Sollten die Holländerhierauf nicht eingehen — setzte Albert mit allerdings wohlfeilerSehergabe hinzu — müsse man wenigstens ein sehr enges Vcr-theidignngsbündniß schließen, da für beide Theile aus der Trennunggroße Fährlichkeiten erwachsen würden. Zeige man sich auch hier-gegen störrisch, so müsse auf alle Fälle das Versprechen erwirktwerden, sich gegenseitig nicht zuwider zu sein. st
Solche Aufträge bewiesen nur die geringe Einsicht des Erz-herzogs in die Sachlage sowie in den Charakter und die Absichtenseiner Gegner. Wie konnte er nur einen Augenblick annehmen,daß die Holländer, die ihre völlige Souveränität znr Grundbedingungjeder Unterhandlung gemacht hatten, sich nunmehr znr Anerkennungdes erzherzoglichen Schutzes, ja überhaupt zu irgend einer vertrags-mäßigen Beschränkung ihrer Selbständigkeit verstehen würden!War auch nur ein enges Nertheidigungsbündniß zwischen dem
Il^U'uobion cle 1'/Vrc1li6. widert ole. v. 16. ^an. (Pan§).