Band 
Dritter Theil.
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Zweites Kapitel.

aber das ließe sich mm einmal nicht ändern; und im Grundekönne man es ihnen nicht so sehr verdenken, denn sie stündenim Begriffe, die Spanier aus beiden Indien zu vertreiben, wassie binnen dreier Jahre sicherlich fertig bringen würden. Verstehtsich, eine bewußte Uebertreibung gröbster Art! Ueberhanpt warfHeinrich dem armen Pecquius die brutale Phrase in's Gesicht:„Die Spanier sind mit ihren Mitteln zu Ende." Höhnisch fügteer hinzu, wie übel der Erzherzog gehandelt habe, den Staaten soschnell die Souveränität zu bewilligen; das habe sie so übermüthigund stolz gemacht, daß sie nun in keinem Punkte weichen wollten.Jetzt müsse der Erzherzog auf jeden Fall Frieden machen, selbstohne die Spanier, weil gegenwärtig seine Provinzen alle Lust zurWiederaufnahme des Krieges verloren hätten. — So äußerte derfranzösische König in nicht sehr edler Weise gegen den schwachemNachbarn den Verdruß, den er über das Ausbleiben jeder spanischenErwiderung auf seine Heirathsanträge empfand. Jeannin undRussy erhielten schließlich den Befehl, wegen des Handelsparagraphenweder der einen noch der andern Partei die geringste Unterstützungzu gewähren, st

Absolut feindselig trat der französische Herrscher aber gegen denspanischen Wunsch nach Umtausch der flandrischen und brabantischenPlätze auf, während doch selbst die Holländer sich geneigt zeigten,demselben wenigstens theilweise und in gerechtem Verhältnisse beiderParteien nachzukommen. Er trug seinen Bevollmächtigten imHaag auf, sich diesem Austausche auf das bestimmteste zu wider-setzen, indem er als Grund die angeblichen, in Wahrheit schwer er-kennbaren „Gefahren" anführte, welche derselbe den Holländernbereiten würde?) Das wirkliche Motiv für Hcinrich's heftigenWiderstand gegen diesen Punkt war ein ganz anderes, als zärtliche

st Dep. Pecquius' v. 20. März; abgedruckt bei UsveiNer, Oecleulm. III.239 N. — Mlleroy an Jeannin, 20. März, p. 30!>.

st König an geannin nnd R., 27. Fcbr. I!>. März; p, 225. 301.