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theuerung: der König würde sicherlich nicht die engere Verbindnngmit Spanien in Vorschlag gebracht haben, wenn er nicht wirklichdie Absicht hätte, ein gnter Freund »nd Verwandter Philipp's Hl.zu sein, und bekräftigten diese Zusage durch erneute Aufforderungan den Nuntius, die spanisch-französischen Heirathsentwürfe eifrigstzu fördern, st Freilich hüteten sie sich Wohl hinzuzufügen, daß sietrotz aller dieser schönen Verheißungen den Holländern auch fürden Fall des Scheiterns der Friedensverhandlungen eine nicht un-beträchtliche Hülfe zugesagt hatten! Das würde ihre Aufrichtigkeitin einem recht zweifelhaften Lichte gezeigt haben.
Jene Vorstellungen übten ihren Einfluß in Madrid, abereinen solchen, wie ihn Heinrich IV, gewiß nicht beabsichtigt hatte;nämlich sie verstärkten dort den Entschluß, keine allzu große Nach-giebigkeit gegen die Holländer zu üben, im Nettranen auf dennahen Abschluß der Freundschaft mit Frankreich, den Bruch mitjenen nicht zu scheuen. Man hütete sich Wohl, diese Sinnesände-rung durch äußerliche Zeichen kundzugeben, empfing vielmehr denFranziskaner-Kommissar Nehm mit großer Auszeichnung und Ehren-bezeugung, während man doch mit ihm so durchaus unzufriedenwar?) Aber darum verzögerte sich nicht minder die Antwort Phi-lipp's lll, auf die Anträge Neyen's von Woche zu Woche, vonMonat zu Monat, Er wollte eben erst sehen, ob sich nicht durchdie französische Freundschaft der Friede mit den Holländern ersparenlasse.
Auch Erzherzog Albert hatte sich bemüht, sein Verhältniß zuFrankreich erfreulicher zu gestalten, Er beauftragte den Herzogvon Ossnna, der von Belgien nach Madrid zurückkehrte, bei seinerDurchreise durch Paris dem französischen Herrscher die Genugthu-ung des Erzherzogs über die guten Dienste, welche Jeannin dem
>j Dcp. Nbaldilii's v, 5, !3, Mai; 68 I.
2) Obrci-r, >0, Mai p, 337. — Dtp, Cormvallis' v. Mai; rvinn-,Asm. II. 397. — Vergl, Villeroy an geamnn, 8. Juni; XIV. 49.