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unter den Ministern Heinrich's IV., auf Ubaldini's Ausweg einzu-gehen Lust hatte, zeigen die Ausdrücke, die er über den Nuntiuswenige Tage sväter in einem Briefe an Jeannin gebrauchte. Erbezeichnet denselben lediglich als Mundstück Don Pedro's, seineAnträge als „schimpflich" und trügerisch. Gerade in diesen Tagenerhielten die Niederländer von dem französischen Monarchen eineerneute Unterstützung von 100,000 Koldthalern.
Ubaldini aber lieh sich so leicht nicht abschrecken. Es ist nachToledo's eigenen Berichten nicht wahrscheinlich, daß der Nuntius —wie Villeroy meinte — „von Don Pedro angetrieben wurde, dersich seiner Dazwischenkunft bediente, nm sein » 08 isx;s>, seine würdigeRuhe, nach dem gewöhnlichen spanischen Style zu retten." Ebenso-wenig handelte jener im Auftrage des Papstes, wie er selbst esvorgab: sondern es lag ihm persönlich daran, die Unterhandlungzu glücklichem Ende zu bringen. Sein Borschlag lief abermalsauf die Vermählung des Dauphin in Spanien, des Prinzen Philippin Frankreich hinaus, jedoch mit der wichtigen Einschränkung, daßdie gleich jetzt darüber abzuschließenden Verträge für ungültig erklärtwerden sollten, wenn in den Niederlanden weder der Friede nochlangjähriger Stillstand abgeschlossen würde. Zur Sicherung könntensofort — aber ohne Präjudiz für diesen letzten, Fall — die In-fantin nach Frankreich, Madame Elisabeth nach Spanien zur Er-ziehung geschickt werden. Man muß gestehen, daß Ubaldini aufdiese Weise höchst geschickt die Einwände der Franzosen umging,sowohl in Bezug auf die französischen Verpflichtungen Hollandgegenüber als auch betreffs der Unzuverlässigkeit spanischer Ab-machungen. Villeroy drückt sich zwar auch über diesen Vorschlagsehr vorsichtig aus') — aber dem Könige schien er einleuchtendund annehmbar, zumal die Verhandlungen mit England jetzt ganzin, Sande verliefen. So ging Heinrich auf die gewandte Vermitte-lung des Nuntius ein und berief selbst Don Pedro zur Audienz
>) Villeroy an Irannin 20. 26. Aug.; XIV. 82 ff. 108 ff.