Band 
Dritter Theil.
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Zweites Kapitel.

am 28 / August; zum Glück erfahre» wir ihren Verlauf aus demBerichte des Peequius,') dem Dem Pedro selbst sie geschildert hatte.

Heinrich begann von den Friedensunterhandlungen zu reden,zumal von dem Punkte der Religion. Don Pedro fiel mit einerseiner volltönende» aber nichtssagenden kastilianischen Phrasen ein:„Se. Katholische Majestät könnte zum Besten des Friedens wohlsein Erbe und die Souveränität jener Provinzen aufgeben, aberwas die Religion betrifft, so hängt dies nicht von seiner Machtab, sondern von der Kirche, und hier hat unser heiliger Papst dasvornehmste Interesse." Daran schloß er die boshafte Bemerkung,der Allerchristlichste König müßte in den holländischen Provinzendie vollständige Wiederherstellung des alten Glaubens bewirken,um zu beweisen, daß er in seinen alten Tagen dessen ebenso eifrigerAnhänger sei, wie er in seiner Jugend demselben feindlich gewesenwäre. Mit einem so kecken, ja frechen Menschen, wie dieserMarques v. Villasranea, ließ sich offenbar nicht verhandeln. Hein-rich antwortete noch sehr ruhig und gutmüthig: in solchen Staats-sachen dürfe man nicht den Wünschen Sr. Heiligkeit noch desKlerus nachgehen; wenn er selbst den Rathschlägen der Möncheund andern Priester sein Ohr geliehen hätte, würde sein Reich nochsehr weit von der Ruhe und Glückseligkeit entfernt sein, deren esjetzt genösse. Dann brach er diesen Gegenstand ab und sprach inallgemeinen Ausdrücken von den Heirathcn, über die ihm derNuntius neue Eröffnungen gemacht habe. Anstatt hierauf miteiniger Bereitwilligkeit einzugehen, gab ihm der unverbesserlicheDon Pedro „höflich" — nach seiner eigenen Auffassung — zuverstehen, daß Se. Katholische Majestät diese Heirathcn wünsche,nicht aber der französische Monarch, zumal was die Heirath desDon Earlvs betreffe, da er vielmehr die Zersplitterung und Theilungder Niederlande anstrebe. Heinrich suchte abermals den hitzigenKastilianer zu besänftigen, indem er versicherte, er denke im Emste

>) L18. Dcp. Peequius' v. 2i). Aug. (Brüssel).