Der niederländische Waffenstillstand.
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an die Vermählungen. Allein Den Pedro hielt den Augenblickfür gekommen, dem Könige eine nachdrückliche Rektion zu ertheilen:im Falle der endgültigen Theilung der Niederlande dürfe maunicht daran denken, daß Se. Katholische Majestät sich jemals dar-auf einlassen würde, in Zukunft wieder die gehorsamen Provinzenvon seiner spanischen Krone zu trennen, vielmehr würden, wennder Friede zu Stande käme, die genannten Provinzen immer un-mittelbar unter der Krone verbleiben, ohne — wie jetzt — eineneigenen Fürsten zu erhalten. Der König verstummte eine Zeitlang — wie der Marques meinte, von dem Gewichte dieser Eröff-nung betroffen — in Wahrheit sicherlich vor Zorn über die stetenPrahlereien und Härten dieses eigenthümlichen Diplomaten; endlichfaßte er sich und sagte: man müsse über diesen Punkt den Erfolgund Ausgang der holländischen Verhandlungen abwarten und könneinzwischen über die andern Heirathen, die der ältern Kinder reden.So gab er Don Pedro klärlich Anlaß, mit ihm die letzten Vor-schläge des Nuntius zu erörtern. Jedoch auch diese letzte Gelegen-heit, sich über den Gegenstand seiner Sendung mit dem französischenHerrscher in Einvernehmen zu setzen, ließ Don Predro ungenütztvorübergehen. „Alle diese Verbindungen," rief er aus, „hängenvon dem Entschlüsse ab, den man in Frankreich über die nieder-ländischen Angelegenheiten fassen wird. Dauert hier der Kriegfort mit dem Beistande, welchen die Staaten bis jetzt von Frank-reich gehabt, so ist gar keine Veranlassung, über diese Verbindungenzu sprechen, zumal sie in einem solchen Falle nicht genügen würden,eine wahre Freundschaft zwischen den beiden Königen zu begründen,sondern im Gegentheil vielleicht noch größere Abneigung hervor-brächten." So stellte Don Pedro sich wieder auf seinen altenStandpunkt, den Heinrich längst als unstatthaft bezeichnet hatte;eS war ersichtlich, daß der Nuntius zu seinem neuen Antrage dieZustimmung des spanischen Abgesandten nicht erlangt hatte. Hein-rich hielt es also für unnütz, weiter auf den Gegenstand einzugehen;noch einige banale Phrasen, und die Audienz war zu Ende.