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Zweites Kapitel.
rathen von dem Zustandekommen des holländischen Friedens ab-hängig mache — ging deutlich hervor, daß Paul dies nur füreinen Verwand hielt, die Vermählungen zn vereiteln. Um somehr drang er darauf, dieselben ihm und den beiden Botschaf-tern in Rom zn übertragen. Er hielt dann ein Gelingen für umso wahrscheinlicher, als sich die Spanier jetzt, wo die MissionToledos so gut wie gescheitert war, den trügerischen Anscheingaben, als seien sie durchaus für die Vermählungen einge-nommen. Wälzten sie doch dadurch alle Schuld des Mißlingend'auf Heinrich IV. ab und nahmen den Papst von Neuem widerdenselben ein! Erzherzog Albert ließ in Rom durch seinen Agen-ten Ortemberg versichern, „daß er seinerseits das Beste, was nurin seiner Macht stehe, für die Heirathsangelegcnheit thun wolle".Von einer solchen allgemeinen und nichtssagenden Verheißung wardann Paul V., dessen Hauptstärke gerade nicht in der Politik lag,„großartig erfrischt" und zur eifrigen Fortsetzung seiner Bemühun-gen ermnntert. Ebenso redete man in Madrid dem dortigenNuntius vor, daß der Katholische König und alle seine Räthe aufdas Dringendste die sämmtlichen französisch-spanischen Vermählun-gen wünschten — eine etwas starke Unwahrheit nach den Aeuße-rungen des Condestablc und des Grafen v. Chinchon über diesenPunkt! Auch suchte der Papst selbst die Eifersucht Heinrich's regezu machen, indem er ihm berichtete, wie Sir Charles Cornwallisin Madrid alles aufbiete, um die Hcirathsverhandlungen zumScheitern zu bringen').
Indeß Paul V. hatte wenig Aussicht, seine Wünsche verwirk-licht zn sehen. Heinrich IV. war jetzt, mit Zustimmung aller seinerMinister, fest entschlossen, sich nicht eher aus die unsicheren spa-nischen Verbindungen einzulassen, als bis die niederländischen Ver-handlungen zu einem bestimmten Ergebnisse geführt haben würden.
U 5IS. Dep. OrNmbcrg's v. 30. Aug. — Dep. Brevcs' v. 3. 7. 23. Scpt.;Sir! I, 531 s-, Iwrrens 134. 147 ir. 153. 163.