Band 
Dritter Theil.
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Zweites Kapitel.

Holländern — nicht so viel nachzugeben. Dann beschwerte er-sieh über Albert bei dem Könige. Die Formel der Unabhängig-keitserklärung, zu der sich der Erzherzog gegen die Staaten ver-pflichtet habe, sei eigentlich eine unmögliche und widersinnige, daer nicht das Recht habe, etwas im Namen des 'Königs zu ver-sprechen. Zugleich sei sie aber auch der größte Fehler; denn nunnachdem die Holländer alles, was sie wünschten, erreicht, dürfe maunicht hoffen, durch Unterhandlungen mit Heinrich IV. auch nurdas Mindeste in den Punkten der Religion und des indischen Han-dels zu erlangen. — Das war an sich nicht unrichtig; nur hattendie spanische Regierung und Villafranca selbst zwei Monate Zeitgehabt, durch gemäßigte und grundsätzlich freundliche Unterhand-lungen für diese Punkte bei dem französischen Könige zu wirken,und sie hatten diese Zeit theils mit stummem Schmollen, theilsmit feindseligem Poltern verloren! Nur die eine Hoffnung hattejetzt der Marques noch, und immer fester griff sie bei ihm Platz,daß nämlich Philipp III. unter solchen Bedingungen seine schließ-liche Zustimmung nicht ertheilen, zu guter Letzt den Vertrag mitden Vereinigten Provinzen nicht bestätigen werde').

Allerdings hatte es den Anschein, als ob diese HoffnungenDon Pedro's sich verwirklichen würden. Am l. November äußerteder spanische König sich von neuem: wenn die Holländer seinenletzten Vorschlag, vollkommene Souveränität auf der einen, Freiheitfür den katholischen Gottesdienst auf der andern Seite, nicht an-nähmen, so sei es klar, daß sie den Frieden nicht wollten, undman werde dann mit der Hülfe Gottes den Krieg von neuem be-ginnen. Zugleich müsse man den Papst über die Korrektheit desspanischen Standpunktes und ferner über alles, was vorgehe, unter-richten^). Die kriegerischen Vorbereitungen in Spanien wurden

0 KI8. Dep. Toledo's v. 1. Nov. (Paris). — U8. Dcp. Pecquius' vom10. Nov. (Brüssel).

2) I>I8. Jnstr. an Toledo, Sau Lorenzo I. Nov. (Pario).