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Zweites Kapitel.
Haftesten Bilder ein: wie Frankreich an Spanien den Krieg er-klären, beide Staaten sich in Aufstellung starker Heere überbieten,ihre beiderseitigen Bundesgenossen zu den Waffen rufen würden;kurz wie die Ablehnung des niederländischen Friedens den „augen-scheinlichen Untergang der ganzen Christenheit" verursachen würde?)
Don Pedro hatte über die starre und unnachgiebige Haltungder madrider Regierung so oft und laut seine ingrimmige Freudegeäußert, daß es kein Wunder war, wenn man überall jene Haltungdem Einflüsse des Marques selbst zuschrieb, der nicht nur inFrankreich, sondern auch bei dem friedliebenden Erzherzog Albertherzlich verhaßt wurde?) Dadurch erwachte aber auch der kaumbesänftigte Grimm des französischen Monarchen gegen Toledo vonneuem. Er begnügte sich nicht damit, jeden Gedanken an einespanische Heirath seiner Kinder jedesmal, wenn man ihm davonsprach, mit Bitterkeit, ja mit Leidenschaftlichkeit von sich zu weisen— sondern er griff auch Villafranea persönlich an. Bei Gelegen-heit der Glückwunsch-Audienz, die Peequius bei'm Jahreswechseldem Könige abstattete, hielt der letztere sich höhnisch über DonPedro auf, gewiß damit derselbe es wiedererfahre; der Marqueswerde selbst von Spanien aus völlig vernachlässigt, er möchte sobald wie möglich abreisen; und ähnliche Dinge?) Der Marquesselbst hatte' seit dem Ende des November während der ganzenbeiden folgenden Monate keine einzige Zusammenkunft mitHeinrich IV.; es war, als ob seine Existenz vollständig vergessenund ausgelöscht wäre. Er hätte freilich nicht gewußt, was er demKönige vorbringen sollte. Seine Rolle war ausgespielt, wie Villeroy
-48. Dep. Toledo's v. 15. Dez. — N3. Dep. Peequius' v. 24. Dep(Brüssel.)
2) 148. Peequius an Praetz, 21. Dez. (Wien.) — Salisbury an Spencer
und Winwood l>. 460.
3) N8. Dep. Peequius' v. 24. Dez. 1608 (Brüssel) n. v. 7. Zan. 1609.(Wien.)