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müsse ja ein schlimmes Beispiel für alle andern von Kastilienabhängigen Länder sein! Ferner, wenn in den Kolonien der See-krieg fortdauern solle, dann sei der größte von, Frieden erhoffteNutzen vereitelt: die spanischen Gründungen würden nach wie vorder Uebermacht der holländischen Flotten znm Lpser fallen, dieFahrten der Silberschiffc den Angriffen der Rebellen ausgesetzt,ungeheure Kosten für die spanische Marine nach wie vor erforderlichsein. — Die völlige Wahrheit fast aller dieser Gründe der Kriegs-partci sollte sich in Zukunft nur zu sehr herausstellen. So beschlossenwirklich der Staats- und der Kriegsrath in wiederholten gemein-samen Sitzungen die Verwerfung des Waffenstillstandes unterden von den Holländern ausgestellten Bedingungen, die Weiler-führung des Krieges; schon wurden abermals Hauptleute für neuzu bildende Kompagnien des flandrischen Heeres ernannt, st Abertrotz dieses augenblicklichen Sieges der Gegner hatte Briznela sichdie lebhafteste Mühe gegeben, den Herzog v. Lerma und damitauch den Btonarchen umzustimmen, dabei unterstützt von dendringenden Nothwendigkeiten der augenblicklichen inneren undäußeren Lage Spanien's. Er hatte darauf hingewiesen, daß derKönig sich in der Formel nur verpflichte, die Bereinigten Provinzen„wie" freie Staaten zu betrachten — oommo Ltntn tidrss —daß er also bei einem Wiederausbruch des Kampfes nach Ablaufdes Stillstandes sagen tonne, er habe sie keineswegs wirklich alsfrei anerkannt. Viel gewichtiger als diese Wortkünsteleien, auf dieman freilich damals einen starken Nachdruck legte, war ohneZweifel die Erwägung, daß sich die gehorsamen Niederlande in völligvertheidigungsunfähigem Zustande befanden, und daß der spanischeStaatsschatz nicht mehr in der Lage war, die für den flandrischenKrieg erforderlichen 3^ bis 4 Millionen jährlich herzugeben. Wardoch auch ohnedem für das Finanzjahr t 609 im spanischen Staats-
Kola?., cli Oir-ol. 8oran7.o (1608—1611) i>. 464 6; u. Oadrera, 17. ^an.,
p. 358.