Band 
Dritter Theil.
Seite
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Die französische Partei in Europa.

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13. Februar 1605 starb, zwei Monate früher, als die Geburt einesspanischen Thronerben jede Hoffnung anf eine savoyische Nachfolgein Spanien verschwinden ließ. Mit Gewalt glaubte man denHerzog anf der spanischen Seite festhalten zu müssen. Manweigecke sich trotz aller Vorstellungen desselben beharrlich, dasspanische Regiment, das noch in Savoyen stand, abzuführen; dieZahlung der Pension von 120,000 Goldthalern, die Karl Emanuelvon seiner Mitgift her auf mailäudische und neapolitanische Herr-schaften angewiesen war, wurde unterbrochen. Fuentes benahm sichgegen den Herzog wie ein strenger Oberherr gegen seinen störrischenVasallen.')

Karl Emanuel versuchte zunächst, sich der spanischen Fesselndurch eine neutrale Stellung zu entledigen, die ihn gegen Frank-reich und Spanien unabhängig gemacht hätte und als deren Preiser von dem französischen Könige die Rückgabe von Bugey und Val-romey mit Ger verlangte: also derjenigen Hälfte der 1601 anFrankreich abgetretenen savoyischen Landschaften, die zwischen demÄin und der oberen Rhone lag (Sommer 1605). Er drohte, wennder französische König auf diese Forderung nicht eingehe, sich vonneuem völlig und bedingungslos den Spaniern in die Arme zuwerfen; nur wenn der französische König diesen Vorschlag annehme,werde er selbst die Prinzen aus Spanien zurückrufen, sonst abersie endgültig dort belassen und damit das savoyisch-spanische Bünd-nis; besiegeln, Indeß diese Drohung war kaum sehr ernst ge-meint. Der Savoyer fühlte ebenso sehr das Bedürfniß, sich vonder rücksichtslosen spanischen Tyrannei zu befreien, wie Frankreich,sich den wichtigen Alpenstaat zu gewinnen. Der Herzog ließ dieaussichtslosen nur offiziösen Verhandlungen, die Graf Martinengo

0 Relationen Pictro Contarini's u. Grcg. Barbarigo's (Ilarror-N e Ner-Wet,III. I. 95, 106, I48>.

2> LI8. Undatirte savoyische Instruktion an den Grafen Francesco Mar-tinengv, ^rclnvin cli 8talo in Turin, Xe§»?.iai-ioni colla 1'i'Lncia.in. 17