Die französische Partei in Europa.
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sich ihnen durchaus angeschlossen habe; gerade deshalb sende erVerrua nach Spanien, um alle diese Versicherungen Lügen zustrafen.')
Während der Herzog diesen neuen Schachzug vorbereitete, vondem er sich auf alle Fälle den günstigsten Ausgang versprach, warein Umschwung in den europäischen Verhältnissen eingetreten, derjenen unnöthig zu machen schien.
Infolge der hartnäckigen Weigerung der spanischen Regierung,auch nur einen längeren Waffenstillstand mit den Holländern aufGrund der von diesen gestellten Bedingungen zu ratifiziren, war-um 30. September der Abbruch der nun schon zwei Jahre langgeführten Friedensverhandlungen im Haag erfolgt. Heinrich IV.war fest entschlossen, bei einem Wiederausbruche der Feindseligkeitenthatkräftig für die Holländer einzutreten, sollte es darüber auch zueinem Kriege zwischen Frankreich und Spanien kommen. Unterdiesen drohenden Umständen erfüllten die französischen Staatsmänner,eben noch so kühl gegen Savoyen und Venedig, sich plötzlich mitlebhaftem Feuer für das Zustandekommen eines französisch-italienischenBündnisses, das aber sich nicht auf die Vertheidigung beschränken,sondern offensiv auftreten müsse. In den ersten Tagen desOktober 1608 vollzog sich diese plötzliche Umwandlung, die ja ganzden Absichten Karl'Emanuel's entsprach!
Zunächst wurde alles aufgeboten, die wenigen Tage, währendderen der Herzog von Mantua noch in Paris weilte, zur dauernden Ge-winnung desselben zu benutzen. Für seinen zweiten Sohn, den KardinalGonzaga, wurde ihm von französischen Pfründen ein Einkommen von20000 Goldthalern jährlich zn Theil, mit dem Versprechen künftigerErhöhung; seinem dritten Sohne solle binnen kurzem auf das erstefrei werdende Gouvernement eine Pension von gleichfalls 20000Goldthalern angewiesen werden. Ihm selbst wurden größere terri-toriale .Vortheile, freilich erst für eine fernere Zukunft verheißen.
0 Jnstr. an Jacob, 28. Sept.; Siri I. 550 ir.