Der jülicher Erbfolgestreit.
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als daß der König das Geheimniß noch lange hätte aufrecht er-halten können. In einer Audienz, die er am 17. Juli dem Geschäfts-träger des Erzherzogs Albert, Pecquius, gab, sprach er sich schon offenzu Gunsten Brandenburg's und Neuburg's aus, die mit vollerZustimmung der Landstände von Jülich-Kleve diese Länder inBesitz genommen hätten; wolle man sie in diesem Besitze stören,so verpflichteten ihn die Gerechtigkeit sowie die alten Bündnisseund Freundschaft mit Brandenburg, dem letzteren mit aller Machtzu Hülfe zu kommen. Von dem Kaiser redete er mit vielerVerachtung und von der französisch-spanischen Heirath in Hinsichtauf Jülich mit Lachen, als einem thörichten und gewaltsamenAuskunftsmittel. Ueberhaupt äußerte der König oft, daß er be-absichtige, sede Gewaltthätigkeit in der Michel Angelegenheit zuverhindern; und für den Fall, daß Spanien oder Erzherzog Albertsich in dieselbe mischten, drohten er und seine Minister mit sofortigemKriege. Besonders besorgt zeigte er sich um die Gunst Neuburg's,da man dieses, und nicht mit Unrecht, für den spanischen Ver-lockungen sehr zugänglich hielt.')
Der Kaiser nahm es auf sich, dem französischen Könige den
i) Merkwürdige Depesche des Pecquius v. 18. Juli 1609 siV18. Wien):
. . . kui 8 -apr 68 ie koy s'estenäit a parier arnplerneni du peu de pouuoirei reputaiion de 8 a Uaj. Irnperiale, äisant, entre auire 8 cdoses, ri'estre demerueiiie, gue Ie 5 d. krinces luy perdoieni ie respeci, aitendu gue 1 e peuplede sa vilie propre de?ra§ue se soudsleuoit, ei dandoii si audacieuZementconire eile, ei gu'il ne vo/oii aucune apparence gu'eile peu 8 i maintenir 80ndroici conire 1 e 8 d. ?rince 5 , orez gu'elie en eu 8 i aucun. Von der französ.-span. Heirath in Bezug auf Kleve sprach er lachend wie von einem jenerierridle 5 expedien 8 , die man in Rom schmiede comrne 8 i soud 8 preiexie dereli^ion ion pouuoii de 8 pouiiier un cdacun de 8 on dien .... Drei i! rnedit, gue 5 ! ion auoit entreprin 8 , ou vouiioit entreprendre gueigue cdose parkorce conire led. ^largui 8 de Rrandendour^, ii ne pourroit de 1 ais 8 er de I'a 55 i 8 ier8 U^uant leurs ancienne 8 aliiance 8 ei confederation 8 , veu me 8 rne 3 gue de 8 apari led. klarquii; a e 5 te comprins au traitt 6 de ia paix de Veruin, ei gu'iltrouve 8 a preien 8 ion accompa§n 6 e de ju 8 tice, a^ant aussy receu de iuzk oude 50 n pere cie Grands ei imporiant 8 8 ecour 8 en 8 e 8 nece88iie2. — N 8 . Dep.
Pecquius' v. 21. 30. 31. Juli. — Vgl. Heinr. IV. an Bongars, 23. Juli;Br. u. A. II. 300.