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Viertes Kapitel.
stutzen würden, werde er ihnen darum noch nicht gerade den Kriegerklären. Unter dem Verwände der Religion, setzte er hinzu, habedas Haus Oesterreich schon viele Staaten sich einverleibt, st
st KIS. Dep. Pecquius' v. 3. Aug. (Wien): . . . (der König sagt:) par
raison d'estat il ne pouuoit NX debuoit soutkrir, gue lad. mvison d^ustricbcestendist sa domination sur leset. pa)'s de LIeues et stuilliers, en guox ilpersista, tnisnnl In sourde oreille a ines allexations contrsires. — Dep. Ubal-dini's v. 4. Aug. u. Dep. Cardenas' v. 5. Aug.; Br. u. A. 41, 328 k. 333. —Bei dieser Gelegenheit erwähne ich nur im Vorübergehen der Nachrichten, dieuns Sully von einem großen Plane Heinrichs IV. überliefert hat, dasgesammte christliche Europa in eine Bundesrepublik von fünfzehn gleichberechtigtenStaaten zu verwandeln, einem Plane, welchem die kriegerischen RüstungenHeinrich's IV. in seinem letzten Lebensjahre gegolten haben sollen. Bis in dieneueste Zeit sind diese Angaben gläubig angenommen worden. II. A. entwickelnF. v. Räumer (Gesch. Enropa's seit dem Ende des 15. Jahrh., II. 396 Ost,Henri Martin (X 491 ll.), der Herausgeber der I^ettres missives de Henri IV.Berger de Tivrey (I'radition krsnyaise d'une Loilkederation de l'Italic,Paris 1860, p. 45 Ost und Wolowski (ilcademie des Sciences, mor. etpolit. t. I.IV) ausführlich den „großen Plan". Indeß derselbe fand doch schonfrühzeitig bei einsichtigen und nüchternen Historikern lebhaften Zweifel. Bereitsim 17. Jahrhundert bezeichnete Vittorio Siri in seinem klemorie reconditeSully's Darstellung als „Prächtige Chimären", als „lächerliche Faseleien"(vnneMLinenti). Voltaire spricht sich zu verschiedenen Malen sehr scharfgegen die Möglichkeit des „großen Planes" aus. Flassan (in seiner llistoirede la Diplomatie tranxaise, I. Allst. II, 233 I.) meint, Heinrich IV. habe niedaran denken können, solche Entwürfe zu verwirklichen. Auch Guizot (NevueLontemporaine, VII, 10) verwirft sie durchaus. Bazin, der bekannte BiographLudwig'S XIII u. Mazarin'S, sucht die Absicht aufzudecken, aus welcher herausSully zu solchen Erfindungen gekommen ist (Klick,, et. kouj., Klsmoires, II,II. Xotice p. XV.) Leop. v. Ranke sagt mit Recht (Sämmtl. Werke IX. 104):„Ernstlich kann nicht einmal Sully, geschweige denn Heinrich daran gedachthaben, eine so ganz chimärische Politik durchzuführen." Trotzdem hat Poirson(3. Aufl. IV, 85 Ost den „großen Plan", wenn auch in etwas beschränktemMaße, wieder aufgenommen und weitläufig entwickelt; und ihm folgt, wie überall,blindlings Herr v. Lescure (Henri IV., Paris 1874), dessen klägliche Sudeleivon der Pariser Akademie den zweiten Theil Gobcrt erhalten hat. (EbensoJules Gourdault, Znlly et son temps, Tours 1873 p. 186 Ost ein Werk,das auch nicht die mindeste neue Belehrung bringt). — Endlich aber hatMoritz Ritter in einer Abh. der Münchener Akademie v. I. 1871 die Unmöglich-keit. daß der „große Plan" von Heinrich IV. wirklich gehegt worden sei, so schlagendnachgewiesen, daß nur noch Schriftsteller, die — wie einige neueste französischeHistoriker — mit kindlicher Kritiklosigkeit und in glücklicher Unkenntniß derdeutschen Forschungen schreiben, weiterhin von demselben sprechen dürfen.