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Viertes Kapitel.
immerhin den französischen König einigermaßen anf der friedlichenSeite engagirte und der, geschickt verwerthet, in Deutschland be-deutenden Eindruck hervorbringen mußte. Daraufhin mußte auchdie eigentliche Absicht des Kaisers führen — der es ini Grundeja wenig aufrichtig mit seiner vberrichterlichen Autorität meinte— wie eine vertrauliche Aeußerung Hohenzollern's beweist: derKaiser werde den von Heinrich vorgeschlagenen Weg nicht billigen,man müsse sich aber möglichst lange den Schein geben, den-selben anzunehmen, um den Winter zu gewinnen, d. h. aufdiese Weise einstweilen das Auftreten eines französischen Heeresunmöglich zu machen! Indeß Hohenzollern meinte noch immer,den König zu einer bestimmtem und günstigern Antwort ver-anlassen zu können; die Folge seines Drängens war nur einnoch allgemeinerer und deshalb schon wieder bedrohlicherer Bescheid:wenn der Kaiser oum ragions procedircn werde, wolle er — derKönig — sich nicht hineinmischen. Hohenzollern hatte die Scheu,welche Heinrich offenbar vor einem schroffen Verfahren gegen dasrechtmäßige Oberhaupt des Reiches hegte, zu hoch angeschlagenund durch seine Hartnäckigkeit nur bewirkt, daß der König ausseiner Verlegenheit herauskam und ihn schließlich mit ganz nichts-sagenden Worten abspeiste. — Er suchte wenigstens nachträglichseinen Fehler so weit wie möglich wieder gut zu mache», indemer die unbestimmten Aeußerungen Hcinrich's IV. benutzte, um inDeutschland zu verbreiten: die Unirten hätten alle Welt in Bezugauf die Haltung des französischen Königs getäuscht; dieser wollevielmehr in der jülicher Angelegenheit ganz unthätig bleiben, stInzwischen war auch von Seiten des Erzherzogs Leopolddessen vertrauter Rath, Franz v. Tennagel, nach Paris gekommen,um den französischen Monarchen um Neutralität zu bitten. Aberden, Abgesandten Leopold's gegenüber beobachtete man nicht einmalden Schein der Höflichkeit. Kurz und geringschätzig erklärte ihm
Bongars an Villeroy, 24. Dez.; Br. u. A. II. 525.