Band 
Dritter Theil.
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Der jnlicher Erbfolgestreit.

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nottcii daran dachten, Conde zu dem resormirten Glauben, inwelchem er geboren war, wieder hinüber zu ziehen und ihn wieseinen Vater und Großvater zu ihrem Führer zu machen, si Alsder König die Vermählung des ältesten seiner natürlichen Söhne,Cäsar v. Vendvme's, aufschob, um unter diesem Vorwande diePrinzessin und ihren Gemahl länger am Hofe zurückzuhalten,drohte der Prinz in höchster Eifersucht, jeden zu durchbohren, deres wagen würde, von Seiten des Königs seiner Gemahlin zunahen. Trotzdem ließ der König in seinen Bemühungen nichtnach, dem Prinzen „das Schicksal Aktäon's" zu bereiten. KeinMittel ließ er unversucht, um zu seinem Ziele zu gelangen. DerHofdichtcr Malherbe, dessen Feder gegen gebührende Bezahlungjedes Gefühl auszudrücken verstand, mußte ihm, dem „großenAlcandre", die glühendsten Liebesstrophen für die schöne „Oranthc"liefern. Er streute das Gerücht aus, der Prinz habe von Spanien100,000 Goldthaler erhalten, um Unruhen in Frankreich zu "er-regen. Er verfolgte die Prinzessin mit solcher Aufdringlichkeit,daß Conde sich endlich in die Picardie, in die Nähe der belgischenGrenze, zurückzog. Hier nun unternahm Heinrich ein Abenteuer,das eines großen Königs ganz und gar unwürdig war. Auf dieNachricht, daß der Prinz zur Jagd gegangen, verkleidete er sichmit mehreren Gefährten als spanische Pilger und brach nächtlicherWeile von Saint-Germain nach dem Norden auf, um die Prinzessinin der Nähe von Amiens zu überraschen und mit sich fortzunehmen.Aber der Prinz hatte Kunde von dem Unternehmen erhalten und

0 N8. Chiffr. Dop. Pccquius' v. 25. Juni.

2) LI8. Jehan Simon (belgischer Gesandtschaftssokretär) an Prach, 3. Juli(Wicn, H. H. u. St.-A. U. 0. 190): der König vorschiebt jene Hochzeit epe»

dumurd aflolu ei coifj'e de !a 1'rlueesse de Louc16) . . . pour icelle releuirplus 1ou§1ernps eu 1a Oour, auee^ le l^riuce sou mar^ lecpiel alarme deJalousie . . . ue laisse sa leinme de loeil, juranl <pie si !e Lorute de Lremad,ou cpii c^ue ee seit s'aduauce d'aceoster sad? femme du 1a pari du 1 <o^, c^ueson espee 1u)' en fera 1a raisou, doui 1a Ko^ue esl fort eu peiue. — Dep.Pecquiuo' v. 7. Juli.