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geschickt, mit dem er unter Beihülfe Schombcrg's, in nächtlichen Zusammen-künften einen Waffenstillstand verabredete. Diese Verhandlungen sanden nicht,wie Snllv will, in Blois, sondern in Tours statt. Aufklärung über Snlly'sRolle bei der Angelegenheit giebt uns die Histoire -le kbilippe cke l^lorna)-clu Istesgis (Leyden 1647), p. 128; freilich ist diese Rolle hiernach eine vielweniger glänzende und beschränkt sich auf Folgendes. Rosny (-Sully) hatte vonHeinrich II I. den Auftrag, den König von Navarra um Erlaubniß anzugehen,daß Herr von Buhi, der ältere Bruder Du Plessis' und tUareclml äe camp beiHeinrich III., in das navarrische Lager käme. Buhi, und nicht Sully, über-brachte dem Könige von Navarra die Vorschläge seines Schwagers von Frank-reich, und jener sandte hierauf Dn Plessis an den letzter» ab. Zum Glück be-sitzen wir noch den Briefwechsel zwischen Du Plessis und Heinrich von Navairaüber die Verhandlungen des erstem mit Heinrich III. (Nemolres et Innres elecku l'IesUg, ckep. 1572 ä 1589 jl624j, p. 657 U.). Es wird in demselben ankeiner Stelle irgend welcher vorhergehenden Verhandlungen Snlly's mit demMonarchen Erwähnung gethan. Also eine Erfindung, die Sully ack maioremsuam gloriam gemacht hat.')
Vollständig falsch ist dann wieder seine Erzählung von dem Tode Hein-rich'S III. und den sie begleitenden Ereignissen. Er berichtet- Noch an dem-selben Tage, wo der König verwundet war, suchte Heinrich von Navarra, natür-lich wieder in Gesellschaft Snlly's, jenen in St. Clond vor dem Abendessenauf; es ging dem Könige anscheinend gut. Kaum hatte sich aber Sully zumEssen niedergesetzt, als die Nachricht von dem Tode des Königs kam — alsonoch an dem Tage seiner Verwundung! Nun eilte Heinrich IV., wie sich ver-steht abermals mit dem unentbehrlichen Sully, nach St. Cloud, wo ihn die vor-nehmsten katholischen Herren aus der Umgebung Heinrich's III. sofort als Königanerkannten. — Anders wird uns wieder bei 'Ibnu (l. 96—97), in den tele-molreg <lu <Iuc (I'^nAoulesme (Hlicb. et 1'ouj. I, XI. 64), sowie in den vonden vornehmsten Anwesenden verfaßten Bericht über den Tod Heinrich's (mit-getheilt bei I'bXtoile), die alle trefflich unter einander übereinstimmen, berichtet.Heinrich III. wurde früh am I. August 1589 verwundet. Zuerst hielt mau seineHeilung für wahrscheinlich, die ja anch durch ei» an diesem Tage abgefaßtesRundschreiben den Souveränen Europa's angekündigt wurde. In der Nachtaber ergriff ihn ein Wundfieber, und hieran starb er, am Morgen des2. August. Heinrich I V. hatte ihn zum ersten Male nach seiner Verwundungschon »m 11 Uhr Vormittags am l. August besucht und kam dann erst wiederam Abend des 2. August nach St. Cloud, nachdem er zuvor in Mcndon, woer sich damals aufhielt, mit seinen Getreuen eine Berathung gepflogen hatte,bei der Sully wenigstens nicht genannt wird. Auch wurde Heinrich in Wahr-heit von den katholischen Voniehmen nicht sofort anerkannt, sondern diese hiel-ten zuvor eine lange Berathung im Gondy'schcn Palais ab und beschlossen end-lich, ihn nur unter bestimmten Bedingungen als König anzunehmen. — Füreinen angeblichen Augenzeugen sind solche Widersprüche gegen die Wahrheit,
') Man vei'gl. auch llisi Ilurversvlls 1 II. cl>. 19, t. HI. (Maillü 1620), 167.