Die Uebergangszeit.
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Nun begann man aber gerade im Zeitalter des Descartes auchsich mit der Thierpsychologie zu beschäftigen. Im Jahre 1648,also in demselben Decennium mit den Hauptwerken Descartes’, er-schien das Werk des Hieronymus Rorarius, welches für die Thier-psychologie Epoche machte, indem es zu beweisen suchte, dass dieThiere nicht nur eine Art von Vernunft hätten, sondern auch einenweit besseren Gebrauch von derselbigen machten als die Menschen.
Dieser Satz schien dem des Descartes schnurstracks zu wider-sprechen, aber es fand sich die Synthesis beider, dass die ThiereMaschinen seien und doch dächten; die Synthesis musste sichum so leichter finden, da unterdessen. auch Gassendi aufgetreten warund das System Epikurs in Erinnerung gebracht hatte. Der fernereSchritt vom Thier zum Menschen war alsdann selbstverständlich, umso mehr, da Descartes sein Bestes dazu beigetragen hatte, um denmenschlichen Körper als Maschine auffassen zu lassen. Daher konntedenn ein De la Mettrie auftreten und bei seinem Werke über denMenschen als Maschine geradezu sich auf Descartes berufen. Eswar gewiss nur ein tendentiöses Vorgeben, wenn De la Mettrie be-hauptete, dass Descartes ein Schlaukopf gewesen sei, der seinervollendeten Theorie nur noch um der Pfaffen willen eine überflüssigeSeele angeflickt hätte; allein es zeigt doch deutlich genug denhistorischen Zusammenhang zwischen Descartes und dem Materia-lismus.