Der Materialismus des siebzehnten Jahrhunderts.
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direct belehren könne, dass Beispiele aus ihr sich ohne Weiteresübertragen und unter den verändertsten Umständen anwenden Hessen.Die Partei, welche Hobbes ergriff, war damals schon klar genug dielegitimistische und conservative, obwohl seine eigentliche Denkartund die aus ihr abgeleitete berüchtigte Theorie im Grunde allemConservatismus direct entgegengesetzt war und besser auf die Napo-leonische Politik unserer Tage gepasst hätte.
Erst im Jahre 1^29 auf einer Reise mit einem andern jungenAdeligen durch Frankreich begann Hobbes die Elemente des Euklidzu studiren, für die er bald eine grosse Vorliebe gewann. Er wardamals bereits 41 Jahre alt und gerieth doch nun erst auf die Bahnder Mathematik, auf der er sich bald zum Höhepunkt der damaligenWissenschaft aufschwang, und die ihn zu seinem consequenten mecha-nischen Materialismus leitete.
Zwei Jahre später begann er auf einer neuen Reise nach Frank-reich und Italien in Paris das Studium der Naturwissenschaften, undsofort machte er zu seiner Hauptaufgabe ein Problem, das schon inder Fragestellung selbst den Materialismus klar verräth, und dessenBeantwortung den materialistischen Streitigkeiten des nächstfolgendenJahrhunderts das Losungswort giebt, das Problem:
Welche Art von Bewegung es sein könne, welche dieEmpfindung und Phantasie der lebenden Wesen hervor-bringt?
Bei diesen Studien, die eine Reihe von Jahren dauerten, stander in täglichem Verkehr mit dem Minimermönch Mersenne, mit demer auch, nach England im Jahre 1637 zurückgekehrt, einen Brief-wechsel anknüpfte.
Sobald aber mit dem Jahre 1640 in England das lange Par-lament begann, hatte er, der so eifrig gegen die Volkspartei sicherklärt hatte, alle Ursache sich zu entfernen, und er begab sich nunwieder nach Paris, wo er jetzt ausser mit Mersenne auch mit Gassendibeständig verkehrte, nicht ohne auch von dessen Ansichten Manchessich anzueignen. Sein Aufenthalt in Paris dauerte jetzt eine längereReihe von Jahren. Unter den flüchtigen Engländern, die sich damalsin grosser Zahl in Paris sammelten, nahm er eine sehr angeseheneStellung ein und wurde dazu erkoren, dem nachmaligen KönigeCarl II. Unterricht in der Mathematik zu geben. Unterdessen hatteer seine politischen Hauptwerke verfasst, die Schriften de cive undden Leviathan, in denen er, namentlich unverholen im Leviathan,
Lange, Gesch. d. Mat. 9