Der Materialismus des siebzehnten Jahrhunderts.
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denen jedoch die Wissenschaft nichts weiter zu thun hat; Hobbesopfert dann eben dem Leviathan.
Die schlimmsten Widersprüche sind dadurch vollständig beseitigt,und es bleibt hier nur noch der dritte Fall, wo Hobbes dem Le-viathan gleichsam de lege ferenda unmassgebliche Vorschläge überLäuterung der Religion und Beseitigung des schlimmsten Aberglaubensmacht. Solche Sätze, nach denen z. B. in der Religion wesentlicheund unwesentliche Elemente unterschieden werden, passen allerdingsnicht recht in das System, und es spricht dann mehr der Menschals der Philosoph. Für dergleichen Dinge beansprucht Hobbes auchniemals dieselbe Beweiskraft, wie für die wesentlichen Tlieile desSystems.
Was nunmehr die Theorie der äusseren Natur betrifft, so istzunächst zu bemerken, dass Hobbes den Begriff des Körpers mitdem der Substanz geradezu identificirt. Wo also Baco noch gegendie immaterielle Substanz des Aristoteles polemisirt, da ist Hobbesbereits fertig und unterscheidet ohne Weiteres den Körper und dasAccidens. Für Körper erklärte Hobbes Alles, was unabhängig vonunserm Denken einen Theil des Raumes erfüllt, und mit ihm zusammen-fällt. Diesem gegenüber ist das Accidens nichts Wirkliches, Objek-tives, wie der Körper, sondern es ist die Art, wie der Körperaufgefasst wird. Diese Distinction ist im Grunde schärfer als diearistotelische, und verräth, wie alle Definitionen bei Hobbes, denmathemathisch gebildeten Geist. Im Uebrigen scliliesst sich Hobbesder Erklärung an, dass das Accidens so im Subjecte sei, dass manes nicht als einen Theil desselben betrachten dürfe, und dass esfehlen könne, ohne dass der Körper aufhöre. Beständige Accidentien,die nicht fehlen können, ohne dass der Körper aufgehoben wird,sind nur die Ausdehnung und die Figur. Alle anderen, wie Ruhe,Bewegung, Farbe, Härte u. s. w. können sich ändern, während derKörper selbst bleibt, und sie sind daher seihst nicht körperlich, son-dern eben nur Arten, nach denen wir den Körper auffassen. DieBewegung definirt Hobbes als das beständige Verlassen eines Ortesund Gewinnen eines neuen, wobei offenbar übersehen ist, dass indiesem Verlassen und Gewinnen der Begriff der Bewegung schon ent-halten ist. Gegenüber Gassendi und Baco zeigt sich in den Begriffs-bestimmungen bei Hobbes nicht selten ein Rückschritt zum Aristo-telischen, wenn nicht im Princip, so doch in der Ausdrucksweise, deraus seinem Bildungsgänge zu erklären ist.