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Geschichte des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der Gegenwart / von Friedrich Albert Lange
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Die neueren Naturwissenschaften.

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Material wird nun die Frage entschieden, wie es sich mit der Frucht-barkeit der Bastarde a) unter sich, b) mit der Stammlinie verhalte.Man sieht auf den ersten Blick, wenn man das treffliche Materialmustert, dass ad a keine oder nur sehr wenige Beispiele vorliegen,weil man entweder nur einen Bastard hatte, der also auch nicht miteinem gleichartigen gepaart werden konnte, oder weil die Bastardeverschiednen Geschlechtes getrennt und verschenkt wurden, da ebenNiemand daran dachte, tiber die Bildung neuer Arten zu experimen-tiren. Ad b ergiebt sich die grosse Wahrheit, dass die Bastard-rassen allmählig wieder in die ursprünglichen Rassen zurückkehren,weil man sie eben von Generation zu Generation nur mit einer der-selben gepaart hat. Daraus wird nun der grosse Schluss gezogen,dass Bastarde entweder unfruchtbar sind, oder sich nur durch An-paarnng mit den elterlichen Rassen fortpflanzen können; denn denentgegengesetzten Angaben „fehlt der legale Nachweis.“ DerGegner muss den Process verlieren; das Inventar der Schrullen istgerettet.

Jedermann weiss, wie hier zu verfahren wäre, wenn man nichtdie Schrulle retten, sondern die Wahrheit finden wollte, was dochfür einen Mann, der sich zwanzig Jahre mit der Frage der Speciesbeschäftigt, kein ganz unpassendes Ziel genannt werden dürfte. Manhätte offenbar mit aller der Sorgfalt, welche die neueren Naturwissen-schaften auf andern Gebieten anzuwenden pflegen, und der sie ihregrossen Erfolge durchweg zu danken haben, zunächst eine grössereReihe der betreffenden Bastardbildungen, z. B. zwischen Canarien-vogel und Hänfling, zu erzeugen. Die grössere Reihe ist nicht nurzur Elimination des Zufalls und zur Gewinnung eines richtigen Mittelsnothwendig, sondern sie wird schon unmittelbar durch die Natur einerAufgabe gefordert, die sich um ein Mehr oder Weniger dreht. Mannehme nun gleich viel Paare der gleichartigen Bastarde, ferner derBastarde mit der väterlichen und endlich der mütterlichen Stamm-linie. Man bringe diese Paare unter möglichst gleiche Verhältnissedes relativen und absoluten Alters, der Pflege, der Umgebung, oderman variire diese Verhältnisse methodisch, und man wird ein Resul-tat haben, auf Grund dessen schon einige Wahrscheinlichkeitssätzeauszusprechen sind; was denn freilich von grösserem Verdienst wäre,als Andreas Wagners zwanzigjährige Prüfung der Legalität höhererJagdgeschichten.

Darwin hat einen mächtigen Schritt zu der Vollendung einer