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Herr J. J. Staal und "Nova Guinea" / von Arth. Wichmann
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ungen zum Abendlande sowie zu asiatischen Ländern weit interessantererscheint als diejenige von Neu-Guinea, an Java, Borneo, Celebes undTimor, um von den kleineren Inseln ganz zu schweigen. Es liegt auf derHand, dass derartige Untersuchungen im wesentlichen nur in den Nieder-landen ausgeführl werden können.

Dem eisten unwahren Vorwurf des Verschweigens lässt Herr Staalallsogleich einen zweiten folgen, zu dem ihm die Wiedergabe einer Kartevon Neu-Guinea aus Stielers Handatlas ') den überaus erwünschtenAnlass bot. Erläuternd sei vorweg bemerkt, dass ich dem Abdruck derältesten Karte (Gerhard Mercator 1569) zum Vergleich die neueste,mit Abschluss des Werkes, 1902 erschienene, gegenüberstellte. Als diebeste betrachtete ich die obengenannte, für deren Richtigkeit ich ebenso-wenig wie für diejenige von Mercator und so vieler anderer eine Ver-antwortung übernehmen konnte. Sie alle besassen für mich lediglichhistorisches Interesse und wurden daher in photographischer Treue repro-duzirt. Ein Vorwurf hätte mich lediglich dann treffen können, wenn icheine bessere Vorlage unberücksichtigt gelassen hätte. Ich kenne keinesolche und Herr Staal augenscheinlich auch nicht, denn sonst hätte ersich das Vergnügen wohl nicht entgehen lassen sie mir vorzuhalten.

Wenn Herr Staal mir die vermeintlichen und die wirklichen Fehlerder Karte zur Last legt, so wendet er sich an eine falsche Adresse. Ermöge sich mit dem dafür verantwortlichen Herausgeber von StielersHandatlas, nicht aber mit mir, auseinandersetzen. Ich versage es mir daher

auf seine z. TI. doch recht laienhaften Bemerkungen einzugehen. Gegen

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einen Vorwurf bin ich dagegen wohl verpflichtet mich zu wenden. Ausder Tatsache, dass auf dem meinem Werke beigegebenen Blatte die Berg-zeichnung fehlt, schmiedet Herr Staal den ungeheuerlichen Vorwurf gegenmich, dass ich sie absichtlich weggelassen und dadurch zugleich die Ver-dienste der Niederländer um die Entdeckung von Neu-Guinea zu ver-kleinern mich bemüht habe, womit er mich zum zweitenmale bei seinenLandsleuten denunzirt. Die Unwahrheit jenes Vorwurfs springt aber sofortins Auge, wenn man beide Karten miteinander vergleicht. Da das Originalkolorirt ist und für eine photographische Wiedergabe nicht verwendetwerden konnte, war es lediglich der grossen Zuvorkommenheit der Ver-lagsfirma Justus Perthes in Gotha zu verdanken, dass die Karte meinemWerke hat beigegeben werden können. Sie stellte nämlich dem Verlegerdesselben, der Firma E. J. Brill in Leiden, ein Schwarzblatt zur Ver-fügung, das sie sonst aus naheliegenden Gründen, nämlich um den Fabri-kanten von Schulatlanten das Handwerk nicht allzusehr zu erleichtern,

1) Siidsee-Inseln. Stielers Handatlas. 9. Aufl. Karte 81 (1912).