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Gunst endlich bei den Großen dieser Erde — alles war ihm von Gott in reichstem Maße verliehenworden. Das erkannte er aber auch dankbar nicht blos mit Worten und Lobpreisungen der Güte undGnade Gottes an, wie aus allen seinen Schriften zu ersehen; sondern er war auch allezeit bemüht, seinerdankbaren Gesinnung durch einen wahrhaft gottesfürchtigen Wandel Ausdruck zu geben. Nach dem Zeugnisseder ihm Ncihergestandenen war und blieb er ungeachtet des Weihrauches, der ihm mit vollen Händengestreut wurde, immer bescheiden und anspruchslos, erfüllte er gewissenhaft alle Pflichten, die ihm Amtund Geschäft auferlegten, war er zuvorkommend und gefällig gegen Jedermann, zugänglich auch für denGeringsten, uneigennützig und freigebig, fröhlich mit den Fröhlichen und traurig mit den Traurigen, einliebenswürdiger Gesellschafter, treuer Freund, zärtlicher Gatte und liebreicher Vater.*)
theilen gehabt. Nach seiner eigenen Angabe im Lnnns 6lim»otor. besaß er drei Wohngebäudes) mit vier Nebengebäuden ausder Pfefferstadt; ihm gehörte ferner das oben erwähnte Landgütchen, die Ziegelscheunc, wo er ein Gestüt hatte, das gut rentirte;dazu kamen die Gehalte, die er als städtischer Beamter 46 Jahre lang bezog und die Pensionen, die ihm von den Könige» vonFrankreich und Polen zuflössen, vor allen aber der großartige Umsatz seines berühmten Bieres. Sein Vermögen hätte aber nochansehnlicher sein können, wenn er sich bester auf seinen Vortheil verstanden und nicht das Geschenk mit einigen ledig gewordenenpolnischen Gütern, das ihm Joh. Casimir machen wollte, allzu uneigennützig auögeschlagen hätte. Vrgl. Bernoulli.
t) Von diesen drei nebeneinander gelegenen Häuser» steht, nach einer Privatmittheilung, nur noch dai eine mit dem BeobachtungSthurme,dessen Bernoulli schon 1777 gedenkt. An der Stelle der zwei andern befindet sich ein Hofraum und ein Artillerieftall. DaS Grundstück gehört gegenwärtigzur Meyerschen Brauerei, deren Besitzer mit den Nachkommen HöwelckeS nicht verwandt ist.
*) Lengnich. 6. Brief. Vrgl. Blech. Rede rc.