II.
Die astronomischen Forschungen.
Aon alinä ^ms ant maxxniüeenriugliunesiorit, ruit ciiüioorit uti!iu8, c^unwlls Ltellaruin siäernmcfuo nntnrrr.
Lengen. Hnt. huaesL.
Wenn uns im Vorhergehenden in Höwelcke das Bild eines nach verschiedenen Seiten hin überausthätigen, strebsamen und unermüdlichen, durch seinen Charakter höchst achtungswerthen und vorn Glückein hohem Maße begünstigten Mannes entgegengetreten ist; so dürfen wir, soll dem Bilde anders nicht dereigentliche charakteristische Ausdruck fehlen, nicht unterlassen, nun noch auf seine wissenschaftlichen Bestre-bungen und die dadurch erzielten Erfolge etwas tiefer einzugehen, da diese es im Grunde allein waren,denen er die ungewöhnlichen Auszeichnungen im Leben zu verdanken hatte, und die seinem Namen bei derNachwelt ein ehrendes Andenken gesichert haben.
Hevelius hatte, wie wir gesehen haben, von der Zeit an, da ihn sein sterbender Lehrer auf dieAstronomie, gleichsam als auf seinen Beruf hingewiesen hatte, das Studium dieser Wissenschaft sich zurLebensaufgabe gemacht. Dabei war er aber gewissenhaft mit sich zu Rathe gegangen, ob er die Anforde-rungen,*) welche die Wissenschaft an ihn machen werde, mit den älteren Pflichten die ihm als Gatten undGeschäftsmanne oblagen, werde in Einklang bringen können. Und erst, als er die Ueberzeugnng gewonnen,daß Gott ihn dazu berufen habe, und daß er ihn nicht verlassen werde, ging er an die Verwirklichungseiner Pläne.**)
Nicht seine Wißbegierde allein wollte Hevelius befriedigen und nur seine Kenntnisse bereichern;ein höheres Ziel hatte er sich gesteckt, das nämlich, so weit seine Kräfte reichen und seine Mittel es ge-statten würden, der Wissenschaft zu dienen. Daher ging sein ganzes Bemühen dahin, auf dem Grunde,den seine Vorgänger gelegt hatten, weiter fortzubauen, hier nachhelfend und Lücken ausfüllend, dort selb-ständig Neues hinzufügend.
War dies aber das Ziel, dem er nachstrebte, und eS war es, wie aus seinen Schriften deutlichzu ersehen, so können wir zu einem Urtheile über seine Leistungen nicht anders gelangen, als wenn wiruns zunächst eine wenn auch nur kurze Uebersicht über den Standpunkt zu verschaffen suchen, den dieSternkunde damals einnahm, als Hevelius seine Studien begann, also gegen die Mitte des 17.Jahrhunderts.
*) 8tii(U» ksee coelestia non solnm acutiksimlim et «szseissimiim et guiäem meednnienm inZeninm, deminem^uemeine msnuquv vsientem ettlagitsnt; seä etism, <zni Lrms vsletiiäine et eompseto gsuilcst corpore; prneprimis, qui »eieocuiorum peilest; insuper yni null! Isbori pareest, nullsmqne opersm sive 6>u, noctuijue, sive aestu. sive xelu suseipien-tism verestur; cu> Isrgse sint iaeultstes, uncke possit sumtus äepromere neeesssrios, vel saltem, <;ui dlneeenstem dsdestmnniüeentissimum, iäonesm sc sutdeientem snppellectilem sä cjuaevis snppeäitsotem; et äeniqse, ljui tvnsx sit propositi,et eonstans voluntstis, semel suseepts stuciis sU weitem »ü<;uo continllllnäi et promovenäi. dlsedins 6eel. 1". I. 2g.
**) Lonstsn» perstiti voluntstis etdoe unieummidi <lelegi, in quo aststem mesm trsnsixerem; Ilee O. >l. eonüsns,«um, yui midi sr<1orem es eonnnäi, elementissime inspirssset, denixnissime quoque prospeeturnm, lere ut suo tempvre nequevires, neque sumtus, neque vtium midi ueutiizusm Zitleisnt. krsetst. s<I ieetorem. dlued. 6oel. 1°. I p. 42.