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Schließlich ist noch zu bemerken, daß die Cometen in ihren Bahnen nicht, wie die Planeten, aufeine bestimmte Zone angewiesen sind, sondern, daß sie vielmehr nach jeder Richtung hin das Himmelsgewölbedurchstreifen können. Hierbei kann es vorkommen, daß ein oder der andere Comet bis zur MondbahnHerabsteigen, ja, daß er die Erdbahn kreuzen kaun. Ja es ist sogar, was schon Keppler bemerkt hat, nichtunmöglich, daß einmal ein Comet die Erde streifen könne. Sollte dieser Fall bei Nacht eintreten, sowürde sich das Ereigniß als ein ungeheurer Feuerschein, bei Tage als ein dichter Rauch ankündigen.*)
*) Wenn auch die Hypothese über die Physis der Cometen wenig ansprechend ist, so haben sich doch die von Heveliuoberechneten Cometenörter als die besten seiner Zeit herausgestellt. legte dieselben seiner Berechnung der parabolischen
Bahnform der Cometen von lasr, isei, 1664, IKK5 und 1672 zu Grunde, und in neuerer Zeit hat der berühmte DirectorEncke es nicht verschmäht, neben den Beobachtungen Hamsreoäs, Neavtons und vaosinis auch die von HeveliuS zur Bestimmungder Bahn des Cometen von 1680 zu benutzen. Ja Hin d in seinem Werke: „Die Cometen" erklärt bei Erwähnung des Cometenvon 1652, die Beobachtungen von HeveliuS verdienten eine genaue Reduction, um darauf ein neues Elementensystem zu gründen.
Man hat auch gemeint, HeveliuS habe bereits das seltsame Phänomen der Theilung eines Cometen beobachtet,was bekanntlich bei dem Cometen von 18«/., so großes Auffehen erregt hat. Der Text könnte auf diese Vermuthung führen,aber die dem 8. Buche beigegebenen Figuren scheinen sie nicht zu bestätigen.