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Beschreibung und Lage der Universitäts-Sternwarte in Christiania : Universitäts-Programm für das erste Halbjahr 1849 / von Chr. Hansteen und Carl Fearnley auf Veranstaltung des academischen Collegiums herausgegeben von Christopher Hansteen
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45
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Vortheil um so mehr benutzen zu müssen, als ich sah, dass die verschiedenen Bestimmun-gen jenes Nullpunctes sowohl unter sich als mit den früheren (pag. 40) so gut überein-stimmten, dass das Endresultat ohne Bedenken als definitiv angesehen werden konnte.Dazu kommt, dass die von dem Zeichen von Tage zu Tage angegebenen Variationen imAzimuth regelmässiger und daher wahrscheinlicher sind als die aus den einzelnen Beobach-tungen des Polarsterns gefolgerten. Wegen der öfters constatirten, im Ganzen aber un-bekannten Seitenrefraction *) schien es mir indessen rathsam zur jedesmaligen Bestim-mung des Azimuth den Polarstern mit dem Zeichen concurriren zu lassen. Da aber dieaus dem Berliner aslr. Jahrb. genommene A. R. des Polarsterns sich nicht den hiesigenBeobachtungen anschliessen wollte, sondern fast immer zu klein gefunden ward, nahm ichfür die Zeit dieser Beobachtungen die Correction der Ephemeride = A an, welche ichalso in Verbindung mit dem östlichen Azimuth des Nullpunctes am Meridianzeichen azu bestimmen hatte. Jede beobachtete Durchgangszeit des Polarsterns wurde dahermittelst der jedesmaligen Angabe des Zeichens und des bekannten Collimationswinkelsauf das Azimuth reducirt, welches dem Nullpuncte entsprechen würde. Ferner wurdendie Neigung der Achse, der Collimationsfehler, die tägliche Aberration und der mit hin-länglicher Schärfe berechnete Uhrstand berücksichtigt. Die Vergleichung der so reducirtenDurchgangszeit mit der A. R. der Ephemeride gab einen Unterschied, welcher das ersteGlied m der Gleichung

, sin (p d)m;r.rr «

0 oder m-

sin (p -f- <T)

0

15 cos d " -- w "* 15 cos d "

bildete, je nachdem die Culmination über oder unter dem Pole beobachtet ward. Aus 49

solchen Gleichungen, wovon 12 der oberen Culmination entsprechen, ergab sich durchAnwendung der Methode der kleinsten Quadrate

« = - 3"094 ± 0"137 Bogen und A = + 0"606 + 0"171 Zeit.

Früher war a. wie schon angeführt, = 3"34 gefunden worden. Ich habe dasMittel von beiden Werthen oder

das Azimuth des Nullpunctes = 3"22 Westals definitiv angenommen. Schwerlich möchte der Fehler dieser Bestimmung 0"15 o:0"01 Zeit übersteigen. Was die Grösse A betrifft, so wird auch diese mit völlig hinrei-chender Schärfe bestimmt worden sein, wenn der Fehler wirklich innerhalb der Grenzender berechneten Unsicherheit + 0"171 Zeit fällt**). Denn in diesem Falle wird der zu

*) Refraction in eine auf den Verticalkreis des Lichtstrahls senkrechte Richtung.

**). Eine Eestätigung gewährt einigcrmassen der Umstand, dass der 1Sautical Almanac zwar die mittlere A. ß.