28
nicht die Urbarmachung einer überflüssigen Waldflächezur Sprache kommen. Dock alle Kulturen dieser Art,die ohnehin nicht „ach Verhältniß des Bedürfnisses zugleicher Zeit zur Ausführung kommen können, würdennicht den patriotischen Zweck erfüllen; Frankreichs Forstewerden im Gegentheil täglich ihrem Untergänge nähergebracht werden, wenn nicht ein anderes System derWaldkultur an die Stelle der berüchtigten Ordonnanzvon I 6 by gesetzt wird, das, wie in Deutschland, denVorschriften der Natur nachkömmt, statt ihnen geradezuentgegen zu handeln. —
Die guten und nachtheiligcn Folgen der Wald-Ausrodungen , nach den Umständen , > unter denen sievorgenommen worden sind, können nicht besser, als durcheinige gekannte Beyspiele ergründet werden.
Es ist allgemein bekannt, ohirx daß man dürfte aufDiodor von Sicilien, Tacitus und Cäsar zurück-weisen, daß noch wenig Zeit vor Christi Geburt, Deutsch-land , vom Rheine bis zur Donau bin, fast nur einWald war. Der hercynische wird als Beyspiel angcfübrt.
Der Rhein, die Donau, froren damals gewöhnlichbis zum Boden ein, über welche Eisbrückcn ganze Är-meren mit ihren Wagen und Kriegs - Geräthschaften ohneGefahr hinzogen.
Das Rennthier, das jetzt unter' dem sechzigsten Gradnördlicher Breite nicht kalt genug hat, dem selbst Lapp-lands Gründe im Sommer zu heiß sind, weßhalb sie sichalsdann 2000.-—2300 Schuh über dem Meere aufzuhallenpflegen, war damals mit dem Biber, dem Elen- oderElchthiere und dem Auerochsen im Kerne Deutschlands,im hercyni'chen Walde zu Hause; mn wie viel kältermußte also damals unser Va.ertaild gewesen seyn, da