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durch die Ausrodung der Waldungen zwar unstäter, aberungleich milder geworden ist *).
Diesen Beyspielen könnten noch andere angefügt wer-den, wenn nicht schon aus ihnen unwiderlegbar hervor-gienge, daß ein mäßiges Aushauen der Waldungen dasClima eines Landes mildere, nnd die Fruchtbarkeit undBevölkerung desselben merklich fördere.
Da die Natur sich nie in ihren Einrichtungen wider-spricht, da es ihr Wille ist, daß der Mensch sich aus-bilde, diese geistige Kultur aber nicht, ohne die physischedes Bodens, vor sich gehen kann, da die Verbreitungdes Ackerbaues, des Handels und der Industrie, einenothwendige Folge der Eivilisation ist, so ist also dieAusrodung eines Theils jener Ur-Waldungen, welcheehemals die Erde überzogen und den Boden durch ihrevegetabilischen Reste befruchteten, nothwendig: daß aberein zu weit getriebenes, an Vernichtung grenzendes Aus-hauen der Forste, dem hohen Willen der Schöpfung ebenso sehr entgegen sey, mithin die entgegengesetzten Wir-kungen hervorbringen müsse, geht ebenfalls nothwendigaus den berührten atmosphärischen und technisch-ökono-mischen Beziehungen hervor, durch welche die Waldungenmit der ganzen übrigen Schöpfung, besonders mit unsermLeben, in innigster Verbindung stehen.
Nicht überflüssig mag es jedoch seyn, auch einigermerkwürdiger Folgen zu erwähnen, die ein übermäßigesAusholzen der Forste in fernen und nahen Ländern herbey-gesührt hat.
*) lableLU ilu cliiNLt et äu zol ller IHt.'UL unis ä'^msrlhUSxar Volue/. loms I. x<i§. 29b.