Buch 
Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
Entstehung
Seite
41
JPEG-Download
 

und man wird darin viele vortreffliche, wohl durchdachte,sick auf richtige Grundsätze und auf Erfahrung gründendeAnsichten über die Eigenthümlichkeit des Forsrbesitzesfinden.

Unter andcrm faßt er die ganze Wichtigkeit derWaldungen folgendermaßen in den rednerischen Vortrugeiniger Worte:

Volks-Repräsentanten, Ihr habt gefühlt, daß dieVeräußerung der Waldungen das Signal ihrer Zer-störung seyn würde, und daß keine Fürsorge den Folgeneiner habsüchtigen Spekulation der Capitalien, derenEigenlhum sie geworden, Schranken zu setzen vermöge.Ihr wolltet nicht die Wohlfahrt der kommenden Generationgefährden; ihr übergebet ihr ein National-Eigenthum,mit dessen Erhaltung die Güte der Lust, die Fruchtbarkeitder Erde, das Wirken des Feuers und das Daseyn desWassers aufs engste verbunden sind.

Die nämlichen Gründe, die Euch bestimmt haben,jeden Vorschlag des Verkaufs von National-Waldungenzu entfernen, müssen Euch gegen die Anträge, sie zuverpachten, einnehmen. Würdet Ihr das Lovs derWaldungen jenen Verbindungen anvertrauen, die nurihren Gewinn berechnen, welche keine andere Richtschnurihrer Handlungen, als die ihres Vortheils kennen, denendas öffentliche Wohl fremd ist?

Nur diejenigen Güter eignen sich zur Verpachtung,deren Produktion sich mit jedem Jahre erneuert.

Ein Pächter wird nicht zögern, dem Schooß der ErdeReichthümer anzuvertrauen, die er in kurzem mit wuchern-den Zinsen zurück erhält; er ist sicher, die Früchte seinerArbeit zu pflücken; und wenn eine widersinnige Inkon-sequenz, ein schmutziger Eigennutz ihn verleiten sollte.