Buch 
Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
Entstehung
Seite
43
JPEG-Download
 

nachlässiger behandelt, als das Feld, sondern das,daß sie ganz fehlt;» und glaubt, daß nur die niedernHolzpreise die Vernachlässigung der Privat-Waldungenzur Folge haben ; dahingegen Hartig in eben erwähnterAbhandlung deutlich zeigt, daß höhere Holzpreise keines-wegs eine bessere Forstbcwirthschaftung bezwecken, ausdem einfachen Grunde, weil die Waldbesitzer dadurchnoch mehr angetrieben werden, ihre gegenwärtige Holz-bestände bis zur jüngsten Alter-Classe herunter so schnellals möglich zu versilbern.

Wenn der jährliche Zuwuchs des Holzes wiederzuwüchse, oder die Holz - Auflagen entfernter Jahredermaßen sich verstärkten, daß in dem Vergleiche dersummarischen Holz - und Geldbezüge eine Compcnsatio»der Zwischen - Interessen der frühern Geldbezüge durchdie Versilberung des spätern, aber größer» Ertrageserlangt würde; so mögten wohl manche Waldbesitzer,vorausgesetzt, daß nicht Geldverlegenheit sie zu Antici-pationen verleitete, ihre Waldungen gut, wenn auchnicht nachhaltig behandeln: dies ist aber der Fall nicht;der sparsame Besitzer wird nicht durch die spätere stärkereHolz-Einnahme für den Verlust der Geld-Interessen,die frühere, wenn auch geringere Hiebe ihm verschaffthaben würden, hinreichend entschädigt; daher es schonin der Natur der Sache liegt: daß der Privatmann,der seinen Vortheil kennt, den Wald übcrnutzt, nnrcifangreift, also »»pfleglich behandelt; die menschliche Ge-sellschaft wird aber deßhalb verkürzt, weil der Waldbodennicht nach seinem Vermögen benutzt wird, nicht dieProduktion leistet, deren er fähig ist.

Herr Pfeil sagt ferner:

« Wenn der Bauer ein theures, massives Gebäude