Leider haben vorzügliche Naturforscher, wie ein vonHumboldt und von Buch, die Waldkultur der Welt-Gegenden, die sie bereisten, nur einer vorübergehendenAufmerksamkeit gewürdigt; und wenn wir von diesenund wenig andern bewährten Forschern einige sehr schätz-bare Beobachtungen über die äußerste Grenzlinie, hin-sichtlich des Höhen-Standes und der nördlichen Breiteder Wald-und Feld-Vegetation besitzen, so mangelnuns aber doch alle gründliche Angaben über den Zuwachsder Hölzer unter verschiedenen klimatischen Verhältnissen.
Die Schöpfungen der Natur, wenn gleich in der kleinstenIndividualität wunderbar, tragen alle den Stempel einesgroßen Planes; sie können daher nur im Großen aufge-faßt, begriffen und verglichen werden.
So wie der Geoguost es nicht wagen wird, dasErdgebäude durch die Betrachtung isolirrer Lagerungenoder einzelner Fossilien zu ergründen: wenn daher dieReihe seiner Untersuchungen die Fluth der Meere nichttrennt; so dürfen auch wir nur hoffen, durch das Studiumanaloger, sich weit ausdehnender, vergleichender Beob-achtungen der Vegetation, dereinst mit ihrer Eigenthüm-lichkeit näher bekannt zu werden.
Den Geognosten unterstützt die Anschauung der Ueber-gänge gleichzeitiger Gebirgs-Arten, die ihm gestatten,gleichsam einen Blick in die verschlossene ehemalige Werk-stätte der Natur zu werfen; ihm ist es gegönnt,Systeme über erloschene Kräfte aufzustellen, deren Wider-legung oft eben so hypothetisch ist, wie diese selbst: den»die gelungensten Darstellungen der Bildung unsrer Erdebestehen aus transcendentalen Begriffen und Erkennungen,denen wohl nie der Eharakter einer gewissen positiven !Autorität wird beygelegt werden können. Nicht so leicht ,