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Wärme gedeihen; eine noch mindere Wärme verlangendie meisten deutschen Holzgattungen.
Vorhin habe ich der Meynnng des Hrn. von Hum-boldt erwähnt, wonach unsre Feldfrüchte bey einermittlern Temperatur von 18 —19 Graden, der z. B.von Italien und dem südlichen Frankreich, am bestenfortzukommen scheinen. ,
Ihre Früchte reifen aber noch selbst im 70sten Gradebey einer mittlern Temperatur unter dem Gefrierpunkte,und geben befriedigende Erndten unter dem dosten Gradebey fünf Grad Wärme, da der Weinstock wild kaum biszum 50stcn Grad, angebaut bis zum safte» Grad in einerErhöhung von 700—800 Schuh über dem Meere bey einerTemperatur von wenigstens 10—11 Grad fortkömmt.
Aenßcrst interessant würde es seyn, viele, übergenaueBeobachtungen über die Ergiebigkeit der Feldfrüchte undden Zuwachs der Holz-Arten aller Zonen und Welt-theile zu besitzen, um den Einfluß der Wärme und Feuch-tigkeit auf die Gewächse richtiger, als es bisher geschehenkonnte, nach der Produktion bemessen zu können.
Die große Schwierigkeiten dieser Untersuchungen sindfreylich nicht zu verkennen; weil es nicht so leicht ist,wie man es glauben mag , unter gleichem Stande derBreite und derHöhe, den nämlichen Boden unter gleichemKulturstande bey übrigen nämlichen physischen Verhält-nissen an mehrern Orten wieder zu finden.
Vielleicht crbeischt die Wahl der zu vergleichendenHolzbeständc noch mehr Umsicht, um die Einwirkungendes Bodens und der Behandlungsweise, von denen desklimatischen Einflusses gehörig zu trennen und zu unter-scheiden, als die Prvduktions-Fähigkeit von Feldern zuwürdigen, die sich nicht in gleichem Baue befinden.