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der Oelbcium von 13—14, die Rebe von 10 —11, diedes Mais von 7—8, des Kornes von 5 Graden erheischt,so zeigt sie nicht minder, daß eine zu große, wie eine zugeringe Wärme dem Pflauzcnwuchse gleich nacktheilig ist.
Eine zu große Wärme setzt den Weizen, das Korn,den Spelz, die Gerste, den Hafer zurück, bis ihre Vege-tation in den tiefen Gefilden der Aequinoctial-Länder,z. B. zu Vei-L ci-ux gänzlich ausartet.
Die Endpunkte der Kulturlinie der Ccrealien sindalso bekannt, ohne daß man jedoch eine befriedigendeKenntniß über den Einfluß der verschiedenen Wärme-Grade, auf die Vegetation der Zwischen, Stufen dieserKultur-Leiter erlangt hätte.
Noch weit weniger genügen die Beobachtungen derZuwachs-Verhältnisse des Waldes in verschiedenen Cli-maten; sey es, daß dieser Gegenstand das Interesse derNaturforscher nicht genug anregte, weil umfassendereForschungen sie beschäftigten, oder auch, weil ihnen dietechnische, forstmännische, zu diesen Untersuchungen un-entbehrliche Kenntniß abgicng.
Die Nachricht, welche bis jetzt gelehrte wissenschaftlicheNeisende über die Vegetativns-Verhältnisse der Waldun-gen mitgetheilt haben, sind wirklich so unbedeutend undisolirt; daß sie für den Forstmann, dessen Wissen nurdurch die Mittheilung eines methodischen gesicherten Ver-fahrens, bereichert werden kann, wenig Werth haben.
Die Dimcnsions-Messungen von Bäumen, die manhin und wieder in den Reisebeschreibungen gelehrter undnichtgclehrter Reisenden antrifft und nicht alle ein un-bedingtes Zutrauen für ihre Richtigkeit einflößen, ver-breiten ein sehr geringes, schwankendes Licht über denklimatischen Einfluß auf die Holz-Vegetation.