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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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erreichen, wenn nach und nach durch die Beymischnngdieser Erden im Großen, der Boden selbst verändert, eineandre Natur erhält. Unter dieser Beymischnng versteheich nicht das sogenannte Gipsen oder Bessern des Bo-dens, mit Ueberstrenen von gebranntem Kalke; welcheReizmittel der erschlaffenden Produktion allerdings, wennauch nur auf kurze Zeit z» Hülse kommen; sondern durchHinzufi'igung großer Quantitäten ungebrannter Kalkerdeund des Leimens, eine natürliche Mischung der Erdartcn,so wie sie der Feldkultur vorzüglich genehm ist, hervor-zubringen. Eine solche Verbesserung der Feldkultur kannfreylich, dies sehe ich recht gut ein, nur sehr langsamvor sich gehen, da sie mit großen Kosten verbunden ist,nur mit ihr aber, wo sie ausführbar ist, wird der Feld-bau die größte Stufe der Vollkommenheit erlangen.

Nach Mittheilung dieser allgemeinen Ansicht über dieBestimmung der Forst- und Feldkultur; will ich versuchen,diese auf die rheinmoselanische Gegend in Anwendung zubringen.

Nach der in der formalistischen Uebersicht der rheini-schen Gegenden mitgetheilten Angabe, enthalten sie aufeinem Areal von 7,v6oooo preuß. Morgen Mor-

gen Wald, wovon fast 2 r/z Morgen auf den Menschenkommen.

Da Hartig annimmt, daß i Morgen gut bewirth-schafteter Wald für das Holzbedürfniß eines Einwoh-ners einer Gegend, wie der unsrigen, hinreiche; so er-scheint das Verhältniß von 2 >/z Morgen auf das Jndi,viduum um so mehr zu groß, wenn man den großenunversiegbaren Reichthum an Steinkohlen der Saarbrücki-schen Gegend kennt, wovon außer der sehr beträchtlichenAuSfuhr in die französischen Grcnzprovinzcn, jährlich