Buch 
Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
Entstehung
Seite
134
JPEG-Download
 

134

nach der geneigten, mir durch den Königl. Herrn Berg-Amts-Direktor Sello dahier mitgetheilten Angabe, anä5000Fudcr die 90,000 Klafter vermischten harten Scheit-holzes gleichgesetzt werden können, in den deutsch-rhein.moselanischen Ländern consumirt werden.

Sämmtliche Eisenhütten und andre Fabriken in die-sem Lande (wovon die Eisenhütten, Hämmer und Fa-briken in der Umgegend Saarbrückens, im Hohwaldeund Soonwalde allein clrcs 50,000 Klafter Holz jährlichverbrauchen) bedürfen jedoch zusammen nicht mehr alseinen gleichen Holzbetrag von 90,000 Klaftern. Holz«Ein - und Ausfuhr aus dem Lande besteht fast keine,mit Ausnahme einiger tausend Stämme Schiffbauholz,die nach Holland gehen.

Wenn kiernach das Holzbedürfniß sowohl des Brenn-als Bau- und Nutzholzes per Einwohner auf 1 Morgengut bewirtkfchafteten Wald festgesetzt werden kann, sowäre hiernach, selbst wenn die Bevölkerung bis nahean 3000 Menschen per Quadratmeile oder von 900,000auf 99l,lt 1 Menschen erhöht würde, doch noch 1 MillionMorgen Forstland zu viel, in so fern die 9bl,m Mor-gen große, der Waldkultur verbleibende Fläche, als gutbestanden und bewirthschaftet angesehen werden könnte.

Auch ist das Elima, der Höhcnstand und der Bodender Million Morgen Wald, die hiernach der Feldzuchtzufielen, größer» Theiles der Art, daß ihre Kultivirungzweckmäßig geschehen kann, in sofern eine verständigeplanmäßige Kultur sich dieser Ländereyen bemeistert.

Wir wollen nun auch, in so fern eine nicht ganzoberflächliche Kenntniß der Forsten des Landes es mirdarüber zu urtheilen erlaubt, überschlagen, wie vielKlafter Holz die jetzt bestehende Waldfläche von