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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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136
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Die Holzproduktion von 900,000 Morgen gut bestan-dener Waldungen würde unter den vorliegenden Verhält-nissen zu 35 Kubik-Schuh oder 1/2 Klafter per Morgen450,000 Klafter seyn.

Diese liefern aber unsre Waldungen, obgleich dieFlache um das Doppelte zu groß ist, nach obiger Be-rechnung nickt, denn sse produciren in ihrem jetzigenStande nachhaltig, höchst wahrscheinlich nicht mehr als354867 Klafter.

Da aber die Hüttenwerke nicht alle Jahr die 90000Klafter Holz ganz verbrauchen oder erhalten, auch inder Umgegend Kayserslauterns viel Torf gefördert wird,so ist der Holzbedarf im Allgemeinen gesichert, obgleichdasselbe an manchen Orten seinen natürlichen Werthübersteigt, an andern hingegen unter ihm steht.

Obgleich also die Waldfläche in den rheinischen Pro-vinzen bey weitem zu groß gegen den kultivirten Bodenist; so ist jedoch vor der Hand nicht eher an die Aus-rodung des überflüßigen, zur Feldkultur tauglichen Wald-bodens zu denken; bis ein verbesserter Zustand der Wal-dungen und Feldkultur diese Urbarmachung erlaubt.

Herr Forstmeister Pfeil schreibt den schlechten Zu-stand der Waldungen überhaupt, vorzüglich einer zugroßen Waldfläche zu. Dieser Satz hat nach der ihnunterstützenden Auseinandersetzung vieles für sich; ichhalte mich aber überzeugt, daß die zu große Feldflächenicht weniger und vielleicht mehr zu der Degradation derWaldungen beygetragen hat, und noch beyträgt, als jene.

Ich erkläre mich:

Die Fcldfläche eines Landes kann nach allgemeinenGrundsätzen und den örtlichen physischen Verhältnissenzu klein gegen seine Waldfläche, und doch zu groß für