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Die Grenze zwischen der Feld- und Waldkultur, in besonderer Beziehung auf die Länder des linken Rhein-Ufers, binnen dem Rheine, der Saar, Mosel und Aar : geschrieben für Freunde der Natur und des Waldes / von Ludwig Lintz
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Daß es höchst zweckwidrig ist, wenn ein Boden längstden Ufern der Elbe und der Oder, der sich zur Weizen-oder Flachskultur eignet, als Wald benützt wird; dieseAnsicht des Herrn Forstmeisters Pfeil (psx. ist) theileich ganz, so wie die von Smith *), wenn er es nichttadelt/ daß zur Erbauung von Edimburg nur ausländi-sches Holz und keines aus Schottland ist gebraucht wor-den : ein großer Theil der rheinischen Waldungen befin-den sich aber unter ganz andern Verhältnissen und selbstim bevölkertcsten, civilisirtesten Lande würde man sichgegen die Anordnungen der Natur versündigen, wennman Waldungen, deren Boden offenbar der Waldkulturangehört, ausroden wollte.

Ziehen wir daher immer ohne Bedenken Holz in einemBoden , wie ihn die Saarbrücker Forsten , der Soon-und Hohwald, die Vogesen, der Reichswald, der Elm-steiner und Dürkheimer Waid, die Geraiden, mit einemWorte, wie ihn die beträchtlichsten Waldmassen derrheinischen Gegenden haben; brächte er uns auch nichtmehr wie der an den Ufern der amerikanischen Ströme,wo dereinst statt des jetzigen Waldes die Pracht einerherrlichen Feldkultur beneidet werden dürfte: wenn nurdas Produkt dieses Bodens seiner Eigenthümlichkeit ent-spricht. Diese Ansicht billigen freilich diejenigen Finan-ciers nicht, welche den Wald nur als ein nothwendigesUebel ansehen!

Holz zu erportiren sollmnd wird unser Bedacht nichtseyn, wenn wir die ganze Produktion im Lande ver-brauchen.

*) lliclierse lies nstions, P2?. 185.