III. Der Einfluß des Waldes auf das Klima.
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den Folgen zeigen uns theils: a) die Beobachtungsergeb-nisse der forstlich-meteorologischen Stationen, welchesystematisch vergleichende Untersuchungen über diesen Gegenstandanstellen, theils b) die Erfahrungen im Großen, die manüber Folgen der Entwaldungen in verschiedenen Län-dern machte.
a) Von den forstlichen meteorologischen Beobach-tungsstationen sind z. Z. in Bayern , der Schweiz undSachsen Publikationen erfolgt, unter denen wir im Nachstehendendie in dem größeren (oben citirten) Werke Pros. Dr. Ebermayer'senthaltenen Angaben benutzen, welche sich auf das Jahr vomMärz 1868 bis März 1869 beziehen:
Die mittlere Jahrestemperatur der Waldluft warim Mittel aller Beobachtungen um L. kälter als die Luftin den zum Vergleiche benützten Freistationen, dagegen war derWaldboden durchschnittlich um 1^° K. kälter, als der Bodendes Freilandes, auch die Bäume waren im Durchschnitt desJahres kälter als die Luft und zwar je nach Holzart undStammstärke in verschiedenem Gnade, im Mittel im oberenStammtheil 0 ,^o y. (d. h. fast genau um ebensoviel, als dieLuft), im unteren Stammtheil dagegen um 1 ,gg° y. (y, h,nahezu um so viel als der Boden).
In den einzelnen Jahreszeiten ergaben sich verschiedeneAbweichungen der Temperatur der Waldluft von jener imFreien und es zeigte sich namentlich, daß der Wald im Som-mer und Frühling die Lufttemperatur Herabdrücke, also dieSommerhitze mäßige, wie dies nach den obigen Erörterungenzu vermuthen war. Die Waldlust war nämlich im Durchschnittaller Beobachtungen um folgende Grade kälter als die imFreien:
i. Frühling
i. Sommer
im Herbst
im Winter
in Brusthöhe Meter)
1 o-^,02
1 o-*-,63
",59
"'88
im Kronenraum:
0 o",S 4
0 0",87
6,2/
0,o<,o
Aus dieser Zusammenstellung ergiebt sich zugleich, daß dieLuft sich im Kronenraum allmählig durch Berührung mit den