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III. Der Einfluß des Waldes auf das Klima.
klälteren Blättern (Radeln) und Zweigen abkühlt, dadurch specifischschwerer wird und sich zu Boden senkt. Es muß also beiwindstillem Wetter eine von oben nach unten streichende Luft-circulation stattfinden, während zugleich die kältere Waldluft demTerrain nach in's Freie abfließt und lokale Luftströmungen ver-anlaßt.
Einen Einblick in die Verschiedenheit der durch den Waldin den einzelnen Tageszeiten stattfindenden Temperatur-erniedrigung der Luft zeigt nachstehende Tabelle, in welcher dieAbweichungen nach vier Tageszeiten: Nachts (Minimum), Mor-gens 8 Uhr, Mittags (Maximum) und Abends 5 Uhr vonMonat zu Monat vorgetragen sind. Dabei bezeichnet -s-, daßdie Waldluft wärmer, — daß sie kälter war, als die Luft imFreien, beide in 1,g Meter Höhe beobachtet.
Monate
Unterschieb der Temperatur der Waldluft und der Luftim Freien.
Nachts.
Morgens 8 U.
Mittags.
Abends 5 U.
1868
März
Grade Reaumur.
-st 0 , 4 g
0,84
o,tzg
0 „z
April
— 0 ,oo
0,7S
0,74
0,g2
Mai
"st 0 , 8 S
1,65
- 2 „g
1,66
Juni
's- 0,07
1,85
2 „o
1,76
Juli
st- Uss
1,64
1,84
August
st' 1 , 6 S
1,32
^,47
1,61
September
st- 2,00
1,35
2,31
Uss
October
st- 1,54
0,22
1,26
0 ,zz
November
1,86
st- 0 ,z,
0 ,iz
- 0,44
Dezember
st- 0,80
st- 0,28
0 ,gg
o,gg
1839
Januar
st-
st- U -6
0,54
0,4z
Februar
st- 0,70
0 ,go
- 0,05
! 0,7o